Fliese auf Fliese verlegen: Das Verfliesen einer Dusche

Fliese auf Fliese verlegen in der Dusche
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Aktualisiert am 15.02.2018
Soll ein alter Fliesenbelag ersetzt werden, stellt sich sofort die Frage nach dem Wie. Schließlich bringt das Entfernen des alten Belages so manche organisatorische Herausforderung mit sich, macht unheimlich viel Dreck und kostet viel Zeit und Geld. Sitzen aber die alten Fliesen noch fest und wurden sie hohlraumfrei verlegt, kann der alte Belag auch unangetastet bleiben. Denn so lassen sich auch Fliesen auf Fliesen verlegen. Wie das geht und was beachtet werden muss, wenn man Fliese auf Fliese verlegen möchte, zeigt der nachfolgende Artikel.
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Fliese auf Fliese verlegen: die Voraussetzungen

Damit sich Fliesen auf Fliesen verlegen lassen, muss der alte Belag in jedem Fall ausreichend gut am Untergrund haften. Überprüft werden kann das ganz einfach durch simples Abklopfen der Fliesen. Klingen die Fliesen hohl, dann haben sie keinen ausreichenden Halt mehr und müssen entfernt werden. Das Abschlagen dieser hohlliegenden Fliesen bleibt einem dann nicht erspart. Sitzen die meisten Fliesen aber fest an der Wand, kann es danach trotzdem noch lohnen, Fliese auf Fliese zu verlegen.

So gestaltet es sich auch bei unserer Dusche: Die losen Fliesen an der Rückwand wurden bereits abgeschlagen und die Wand wurde neu verputzt. Auch an der Seite mussten einige Fliesen dem Ausbau der alten Duschtasse weichen. Die Beseitigung dieser Schäden ist Teil des folgenden Projektes und wird deshalb erklärt, bevor wir Fliesen auf Fliesen verlegen.

Werkzeug und Material

Bei diesem Projekt ist die Liste an Werkzeugen zwar recht lang, besonders teure Exemplare finden sich – das Fliesenschneidegerät einmal ausgenommen – jedoch nicht darunter. Neben einem Kellenspachtel, einer kleinen Farbrolle, einer Wasserwaage und einem Winkelschleifer werden auch zum Fliesenlegen obligatorische Werkzeuge wie eine Glättkelle, eine Zahnkelle, ein Fliesenhammer, eine Fliesenlochzange, ein Abziehstein und das bereits erwähnte Fliesenschneidegerät benötigt.

An Material sind neben Haftbrücke und Ausgleichsmörtel zudem eine Feuchigkeitsabdichtung sowie die dazugehörigen Dichtungsbänder, -ecken und Dichtmanschetten erforderlich. Natürlich darf aber auch eine ordentliche Portion Fliesenkleber nicht fehlen. Außerdem helfen Keile beim Einrichten der Fliesen.

Vor dem Fliesenlegen

  • Vorbereitung des Untergrundes: Sauber und tragfähig muss er sein
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    © diybook | Bevor sich Fliese auf Fliese verlegen lässt, muss für einen sauberen und tragfähigen Untergrund gesorgt werden. So werden in…
  • Ausgeschlagene Fliesen und Fehlstellen ausgleichen
    © diybook | Sind Fliesen großflächig ausgeschlagen oder gibt es gar massive Fehlstellen, werden diese vor dem Verfliesen entsprechend mit…
  • Mit dem richtigen Mörtel reicht ein Arbeitsgang aus
    © diybook | Mit dem richtigen Mörtel reicht selbst bei großen Unebenheiten ein Arbeitsgang aus, um den Untergrund für das Fliesenlegen…
  • Glatte Wand durch Abziehen mit der Wasserwaage
    © diybook | Anschließend wird der angeworfene Ausgleichsmörtel mit der Wasserwaage gerade abgezogen. Die nun ebene und gerade Wand ist nach…
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Der entscheidende Faktor, um Fliese auf Fliese verlegen zu können, ist die Vorbereitung des Untergrundes. Denn wird hierbei geschlampt, führt selbst größtes handwerkliches Geschick nicht mehr zum Erfolg.

In einem ersten Schritt werden die hohlliegenden Fliesen abgeschlagen und der bestehende Fliesenbelag wird gereinigt. Danach wird im Bereich der abgeschlagenen Fliesen ein saugregulierender Voranstrich eingesetzt – als Vorbereitung für die Ausgleichsschicht. Sind größere Schäden vorhanden, werden diese dann mit Ausgleichsmörtel verschlossen. Dabei wird zunächst eine Kontaktschicht vorgespachtelt.

Tipp: Das Vorspachteln einer Kontaktschicht ist immer sinnvoll, um das gute Anhaften der Ausgleichsschicht selbst bei hohen Schichtdicken zu gewährleisten.

Anschließend sollte eine Trocknungszeit von 2-3 Stunden eingehalten werden. Erst dann wird die weitere Vorbereitung des Untergrundes fortgesetzt.

Untergrund vorbereiten und abdichten

  • Ein tragender Untergrund muss her
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    © diybook | Noch lässt sich hier nicht Fliese auf Fliese verlegen, denn die alten Fliesen sind selbst noch nicht ausreichend tragfähig.…
  • Abdichten der Dusche
    © diybook | Dusche abdichten: Da bei dieser in die Jahre gekommenen Dusche nicht sichergestellt werden kann, dass die alte Abdichtung noch…
  • Ichsen und Ecken mit Dichtbändern abdichten
    © diybook | Die flüssige Dichtfolie/ Dichtmasse dient beim Abdichten sowohl als dichtende Schicht wie auch als Kleber für die Dichtbänder.…
  • Ein zweiter Anstrich stellt die geforderte Schichtdicke sicher
    © diybook | Erst ein zweiter Auftrag an Dichtfolie/ Dichtmasse/ Dichtanstrich stellt die von Richtlinien geforderte…
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Ein sauberer Untergrund wurde bereits geschaffen. Aber noch ist er nicht ausreichend tragfähig und eine Abdichtung ist auch noch nicht gewährleistet. Erst wenn für diese zwei Punkte gesorgt ist, kann damit begonnen werden, Fliesen auf Fliesen zu verlegen.

Die Tragfähigkeit wird mit Hilfe einer Haftbrücke hergestellt. Diese wird im Handel als fertige Emulsion angeboten und muss vor der Verwendung gut aufgeschüttelt werden. Die Haftbrücke wird mit einer kleinen Malerrolle auf die Fliesen flächendeckend aufgetragen. Nach der Trocknung (etwa 1 Stunde) ist der Untergrund dann gut vorbereitet und bietet ausreichend Halt. 

Aber nicht so schnell! Bevor wir nun Fliese auf Fliese verlegen, muss die Dusche erst noch vorschriftsgemäß abgedichtet werden. Da bei den vorhandenen Schäden nicht davon ausgegangen werden kann, dass die alte Abdichtung noch intakt ist, wird – wie im Artikel Dusche abdichten beschrieben – die Dusche erneut abgedichtet. Dazu kommen Dichtmasse, Abdichtbänder, Ecken und Manschetten zum Einsatz. Nach Verklebung der Bänder und zweimaligem Auftrag des Dichtmittels kann dann schließlich begonnen werden, Fliese auf Fliese zu verlegen.

Ablängen, Anzeichnen und Schneiden

  • Die Mitte bildet den Ausgangspunkt für das Verfliesen
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    © diybook | Jetzt wird es ernst! Wir können endlich Fliese auf Fliese verlegen. Wie sonst auch bildet die Mitte einer ausgewählten Fläche …
  • Auch die Waagerechte wird angezeichent
    © diybook | Zur leichteren Kontrolle der Horizontalen wird in geeigneter Höhe (zwei Fliesen inkl. Fugenbreiten von ca. 1-2 cm) eine…
  • Schneiden und Abziehen der Fliesen
    © diybook | Fliesen schneiden: Da hier zwei nebeneinander liegende Fliesen für diese Wand zu breit sind, bleibt das Schneiden der Fliesen…
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Wenn es sich nicht gerade um eine individuelle Designerdusche handelt, wird der Fliesenbelag in der Regel symmetrisch verlegt. Daher ist zunächst einmal die Mittellinie der Rückwand zu ermitteln und mit einer Wasserwaage und Bleistift anzuzeichnen. Um auch die horizontale Ausrichtung der Fliesen während der Verlegung einfach kontrollieren zu können, wird ebenfalls eine horizontale Linie eingezeichnet. Das geschieht etwa in Höhe von zwei Fliesenbahnen oberhalb der zuerst verlegten Fliese.

Die Rückwand in diesem Projekt bietet nicht genug Platz für zwei ganze Fliesen. Diese sind jeweils etwa 10 cm zu breit und müssen daher geschnitten werden. Mit einem Fliesenschneider gelingt das relativ problemlos. Die Schnittkanten werden anschließend mit dem Abziehstein entschärft. Dann ist alles vorbereitet, um Fliesen auf Fliesen verlegen zu können.

Fliese auf Fliese verlegen

  • Auftragen des Fliesenklebers
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    © diybook | Als nächstes wird Fliesenkleber benötigt. Dieser wird gleichmäßig mit einer 6 mm tiefen Kammkelle aufgetragen. Hinweis: Den…
  • Fliesen werden eingeschoben und nicht eingelegt
    © diybook | Um hier Fliese auf Fliese verlegen zu können, wird der Fliesenkleber mittels Floating-Verfahren aufgetragen. Daraufhin werden…
  • Vertikale Ausrichtung kontrollieren
    © diybook | Anschließend wird die Fliese eingerichtet und die vertikale Ausrichtung mit der Wasserwaage sichergestellt. Ist eine Korrektur…
  • Kontrolle der horizontalen Ausrichtung
    © diybook | Bevor wir weiter Fliese auf Fliese verlegen, wird genau wie die vertikale Ausrichtung auch die horizontale kontrolliert und…
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Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind und sich Fliese auf Fliese verlegen lässt, wird der Fliesenkleber mit einer 6 mm tiefen Zahnkelle gleichmäßig dick auf die vorbereitete Oberfläche aufgetragen. Danach wird die erste Fliese in das Kleberbett eingeschoben und fest angedrückt.

Bevor die zweite Fliese angelegt wird, sollte einmal die vertikale Ausrichtung mit Hilfe der Wasserwaage kontrolliert und ausgerichtet werden. Keile helfen dabei, die notwendigen Korrekturen vorzunehmen. 

Anschließend wird die zweite Fliese direkt an die erste Fliese angelegt und ebenfalls in das Kleberbett eingeschoben. Nun wird die horizontale Ausrichtung der Fliesen kontrolliert und die Fliesen werden mit Keilen fixiert.

Runde Ausschnitte

  • Aussparungen auf die Fliesen übertragen
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    © diybook | Gerade bei großen Fliesen und kleinen Duschen gibt es jede Menge zu schneiden. Aber auch Hindernisse wie Wasserauslässe gehören…
  • Aussparung auf die Rückseite übertragen
    © diybook | Bei der Winkelschleifer-Methode müssen die Fliesen auf der Rückseite eingeschnitten werden. Die jeweiligen Aussparungen werden…
  • Fliese mit dem Winkelschleifer einschneiden
    © diybook | Anschließend wird dann die Fliese an der angezeichneten Stelle mit dem Winkelschleifer über Kreuz eingeschnitten und nach und…
  • Aussparung vergrößern
    © diybook | Die Aussparung in der Fliese wird mit einem Fliesenhammer oder dem Stiel der Fliesenlochzange so weit vergrößert, dass letzten…
  • Mit der Fliesenlochzange vergrößern
    © diybook | Mit der Fliesenlochzange kann das Loch in der Fliese ohne Probleme auf das benötigte Maß gebracht werden. So kann endlich damit…
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Dank Fliesenschneider sind geradlinige Schnitte beim Verlegen von Fliesen in der Regel kein Problem. Aber selbst runde Ausschnitte in der Mitte der Fliesen sind mit der richtigen Technik ein Kinderspiel. Die Methode mittels eines Winkelschleifers, dier hier beim Verlegen von Fliese auf Fliese genutzt wird, ist allerdings nur eine von vielen Möglichkeiten.

Zuerst steht jedenfalls immer das genaue Anzeichnen der Aussparung – hier der Wasserauslässe. Die genaue Lage wird sowohl an der Vorderseite wie auch an der Rückseite der Fliese angezeichnet. 

Anschließend wird mit dem Winkelschleifer die Fliese auf der Rückseite über Kreuz eingeschnitten und verdünnt. Nun kann mit dem Fliesenhammer oder dem Stiel der Fliesenlochzange das Loch vorsichtig so weit vergrößert werden, dass die Fliesenlochzange darin Platz findet. Ist dies geschafft, wird die Aussparung mit der Fliesenlochzange auf das benötigte Maß gebracht und eingesetzt.

Weitere Fliesen verlegen

  • Fliese einsetzen und ausrichten
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    © diybook | Die bearbeitete Fliese wird eingesetzt und mit Keilen aus- bzw. eingerichtet. Danach stellt auch die restliche Rückwand kein…
  • Analog dazu werden die Seitenwände verfliest
    © diybook | Ganz analog zur Rückwand werden auch die Seitenwände verfliest. Beim Ansetzen der ersten Fliese wird allerdings darauf geachtet…
  • Einsetzen der letzten Fliese
    © diybook | Spätestens wenn die letzte Fliese eingesetzt wird, ist klar, dass sich im Grunde ohne größere Probleme Fliesen auf Fliesen…
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Will man Fliesen auf Fliesen verlegen, läuft das Verfahren eigentlich ähnlich ab wie bei der Verlegung auf einem normalen Untergrund. Der Unterschied liegt lediglich in der Vorbereitung des Untergrundes.

An den Seitenwänden werden daher die Fliesen ganz analog zur Rückwand verlegt. Fliesenkleber wird gleichmäßig aufgezogen und die Fliesen werden anschließend in das Kleberbett eingeschoben. Beim Ansetzen der Seitenwand wird allerdings darauf geachtet, dass die Fuge in einer Höhe mit der Fuge der Rückwand verläuft und weder Stufe noch Versatz ausbildet.

Ergebnis

  • Das Ergebnis – Fliese auf Fliese
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    © diybook | Es ist geschafft! Wir konnten erfolgreich Fliese auf Fliese verlegen. Und das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend. Wirklich…
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Sobald sich auch die letzte Fliese auf Fliese verlegen ließ, ist es geschafft. Die Dusche erstrahlt in neuem Glanz! Wer hätte gedacht, dass aus einer so maroden Dusche in solch kurzer Zeit ein wahres Duschparadies entstehen könnte? Kein Vergleich zu vorher!

Nach dem Verlegen von Fliese auf Fliese sind die Arbeiten allerdings noch nicht abgeschlossen. So müssen nach der Trocknung des Fliesenklebers noch die Fugen verfugt werden. Wie das gelingt, zeigt aber der Artikel Fliesen verfugen. Die Anschlussfugen zu Einbauteilen sowie die horizontalen und vertikalen Ichsen werden dabei mit Silikon verschlossen. Hilfe und Tipps für die Verarbeitung von Silikon gibt der Artikel Silikonfugen ziehen.

Soll ein alter Fliesenbelag ersetzt werden, stellt sich sofort die Frage nach dem Wie. Schließlich bringt das Entfernen des alten Belages so manche organisatorische Herausforderung mit sich, macht unheimlich viel Dreck und kostet viel Zeit und Geld. Sitzen aber die alten Fliesen noch fest und wurden sie hohlraumfrei verlegt, kann der alte Belag auch unangetastet bleiben. Denn so lassen sich auch Fliesen auf Fliesen verlegen. Wie das geht und was beachtet werden muss, wenn man Fliese auf Fliese verlegen möchte, zeigt der nachfolgende Artikel.
  • Vorbereitung des Untergrundes: Sauber und tragfähig muss er sein
    © diybook | Bevor sich Fliese auf Fliese verlegen lässt, muss für einen sauberen und tragfähigen Untergrund gesorgt werden. So werden in einem ersten Schritt die hohlliegenden Fliesen abgeschlagen. Außerdem wird der bestehende Fliesenbelag gründlich gereinigt.
  • Ausgeschlagene Fliesen und Fehlstellen ausgleichen
    © diybook | Sind Fliesen großflächig ausgeschlagen oder gibt es gar massive Fehlstellen, werden diese vor dem Verfliesen entsprechend mit einem saugregulierenden Voranstrich – einer Haftbrücke – eingestrichen und dann mit Ausgleichsmörtel verschlossen.
  • Mit dem richtigen Mörtel reicht ein Arbeitsgang aus
    © diybook | Mit dem richtigen Mörtel reicht selbst bei großen Unebenheiten ein Arbeitsgang aus, um den Untergrund für das Fliesenlegen vorzubereiten. Zwei bis drei Stunden Trocknungszeit sollten aber bei der Ausführung einberechnet werden.
  • Glatte Wand durch Abziehen mit der Wasserwaage
    © diybook | Anschließend wird der angeworfene Ausgleichsmörtel mit der Wasserwaage gerade abgezogen. Die nun ebene und gerade Wand ist nach der Trocknung bereit für die weitere Vorbereitung.
  • Ein tragender Untergrund muss her
    © diybook | Noch lässt sich hier nicht Fliese auf Fliese verlegen, denn die alten Fliesen sind selbst noch nicht ausreichend tragfähig. Dazu muss erst ein Haftgrund (oder auch Haftbrücke genannt) aufgetragen werden. Diese mit Quarzsand versetze Masse wird mit einer Farbrolle gleichmäßig auf die alten Fliesen aufgetragen und sorgt so für das perfekte Anhaften des später folgenden Klebemörtels bzw. der Verbundabdichtung. Nach einer Trocknungszeit von etwa einer Stunde kann weitergearbeitet und mit dem Abdichten fortgefahren werden.
  • Abdichten der Dusche
    © diybook | Dusche abdichten: Da bei dieser in die Jahre gekommenen Dusche nicht sichergestellt werden kann, dass die alte Abdichtung noch intakt ist, erscheint es ratsam, die Dusche erneut abzudichten. Um auf Nummer Sicher zu gehen, ist es aber eigentlich immer empfehlenswert, diesen Schritt durchzuführen. Flüssige Dichtfolie und Abdichtbänder helfen dabei.
  • Ichsen und Ecken mit Dichtbändern abdichten
    © diybook | Die flüssige Dichtfolie/ Dichtmasse dient beim Abdichten sowohl als dichtende Schicht wie auch als Kleber für die Dichtbänder. Letzere werden dazu sorgfältig in die Ichsen und Ecken geklebt und stellen so sicher, dass gerade die empfindlichsten Stellen der Dusche dicht bleiben. Dann wird mit dem ersten flächigen Auftrag der Dichtmasse begonnen. Dieser Auftrag muss in der Regel ca. zwei bis drei Stunden trocknen (abhängig von der Luftfeuchtigkeit und dem Saugverhalten des Untergrundes).
  • Ein zweiter Anstrich stellt die geforderte Schichtdicke sicher
    © diybook | Erst ein zweiter Auftrag an Dichtfolie/ Dichtmasse/ Dichtanstrich stellt die von Richtlinien geforderte Mindesttrockenschichtdicke her. Die Dichtmasse muss nun vollständig durchtrocknen, bevor damit fortgefahren werden kann, Fliese auf Fliese zu verlegen. Eine weitere Pause von ca. vier Stunden ist einzuplanen.
  • Die Mitte bildet den Ausgangspunkt für das Verfliesen
    © diybook | Jetzt wird es ernst! Wir können endlich Fliese auf Fliese verlegen. Wie sonst auch bildet die Mitte einer ausgewählten Fläche (hier der Rückwand) den Ausgangspunkt für das Verlegen der neuen Fliesen. Mit der Wasserwaage und einem Bleistift wird die Mittellinie angezeichnet.
  • Auch die Waagerechte wird angezeichent
    © diybook | Zur leichteren Kontrolle der Horizontalen wird in geeigneter Höhe (zwei Fliesen inkl. Fugenbreiten von ca. 1-2 cm) eine waagerechte Linie angezeichnet.
  • Schneiden und Abziehen der Fliesen
    © diybook | Fliesen schneiden: Da hier zwei nebeneinander liegende Fliesen für diese Wand zu breit sind, bleibt das Schneiden der Fliesen nicht aus. Dazu wird der Überstand zu beiden Seiten gleichmäßig aufgeteilt und die Fliesen werden mit dem Fliesenschneider kurzerhand eingeritzt und gebrochen. Zu guter Letzt werden die Kanten noch mit einem Abziehstein entschärft.
  • Auftragen des Fliesenklebers
    © diybook | Als nächstes wird Fliesenkleber benötigt. Dieser wird gleichmäßig mit einer 6 mm tiefen Kammkelle aufgetragen. Hinweis: Den Kleber immer zuerst mit einem Glattstrich auftragen, bevor die Stege gekämmt werden. Nur so findet der Fliesenkleber ausreichend Halt auf dem Untergrund.
  • Fliesen werden eingeschoben und nicht eingelegt
    © diybook | Um hier Fliese auf Fliese verlegen zu können, wird der Fliesenkleber mittels Floating-Verfahren aufgetragen. Daraufhin werden die Fliesen in das Kleberbett eingeschoben und angedrückt. Die Fliesen einfach nur in das Kleberbett hineinzulegen, wäre falsch!
  • Vertikale Ausrichtung kontrollieren
    © diybook | Anschließend wird die Fliese eingerichtet und die vertikale Ausrichtung mit der Wasserwaage sichergestellt. Ist eine Korrektur vonnöten, helfen Keile bei der Einrichtung.
  • Kontrolle der horizontalen Ausrichtung
    © diybook | Bevor wir weiter Fliese auf Fliese verlegen, wird genau wie die vertikale Ausrichtung auch die horizontale kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert.
  • Aussparungen auf die Fliesen übertragen
    © diybook | Gerade bei großen Fliesen und kleinen Duschen gibt es jede Menge zu schneiden. Aber auch Hindernisse wie Wasserauslässe gehören im Bad zur Tagesordnung. Die Lage der Auslässe wird daher genauestens auf die Fliesen übertragen. Um runde Aussparungen auszuschneiden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die hier vorgestellte – mit Hilfe eines Winkelschleifers – ist eine davon.
  • Aussparung auf die Rückseite übertragen
    © diybook | Bei der Winkelschleifer-Methode müssen die Fliesen auf der Rückseite eingeschnitten werden. Die jeweiligen Aussparungen werden daher zuerst auf der Rückseite der einzelnen Fliese übertragen.
  • Fliese mit dem Winkelschleifer einschneiden
    © diybook | Anschließend wird dann die Fliese an der angezeichneten Stelle mit dem Winkelschleifer über Kreuz eingeschnitten und nach und nach ausgedünnt. Jetzt kann die Fliese an dieser sehr dünnen Stelle gezielt ausgeschlagen werden.
  • Aussparung vergrößern
    © diybook | Die Aussparung in der Fliese wird mit einem Fliesenhammer oder dem Stiel der Fliesenlochzange so weit vergrößert, dass letzten Endes die Fliesenlochzange in der Aussparung Platz findet. Es zeigt sich, dass klassische Kenntnisse reichen, um Fliesen auf Fliesen verlegen zu können.
  • Mit der Fliesenlochzange vergrößern
    © diybook | Mit der Fliesenlochzange kann das Loch in der Fliese ohne Probleme auf das benötigte Maß gebracht werden. So kann endlich damit fortgefahren werden, Fliesen auf Fliesen zu verlegen.
  • Fliese einsetzen und ausrichten
    © diybook | Die bearbeitete Fliese wird eingesetzt und mit Keilen aus- bzw. eingerichtet. Danach stellt auch die restliche Rückwand kein Problem mehr dar, so dass wir weiter fleißig Fliese auf Fliese verlegen können.
  • Analog dazu werden die Seitenwände verfliest
    © diybook | Ganz analog zur Rückwand werden auch die Seitenwände verfliest. Beim Ansetzen der ersten Fliese wird allerdings darauf geachtet, dass die Fuge einheitlich in einer Höhe verläuft und keinen Versatz ausbildet.
  • Einsetzen der letzten Fliese
    © diybook | Spätestens wenn die letzte Fliese eingesetzt wird, ist klar, dass sich im Grunde ohne größere Probleme Fliesen auf Fliesen verlegen lassen. Lediglich auf eine saubere Untergrundvorbereitung muss Wert gelegt werden, da die Fliesen sonst keinen Halt finden. Ist das aber einmal sichergestellt, gibt es keine Unterschiede mehr zum Fliesenlegen auf anderen Untergründen.
  • Das Ergebnis – Fliese auf Fliese
    © diybook | Es ist geschafft! Wir konnten erfolgreich Fliese auf Fliese verlegen. Und das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend. Wirklich kein Vergleich zu vorher!
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Die Dusche ist einer der Orte, an dem fast immer Fliesen als Boden- oder Wandbelag gefunden werden können. Diese sind dabei nicht nur pflegeleicht, sondern in den meisten Fällen auch optisch ansprechend. 

Wie gesagt, in den meisten Fällen! Denn hat die Dusche bereits einige Jahre auf dem Buckel, sind meist nicht nur die Gebrauchsspuren deutlich zu sehen. Auch das Design ist entsprechend alt und alles andere als inspirierend. Höchste Zeit, das Badezimmer zu renovieren und die Fliesen zu ersetzen!

Der einfachste Weg, einen Fliesenbelag zu renovieren, ist erneutes Verfliesen. Und wie einfach Fliesen auf Fliesen verlegt werden können, zeigt diese Video-Anleitung. Bis auf einige kleine Unterschiede in der Vorbereitung ist das Verlegen von Fliese auf Fliese genauso einfach wie das Verfliesen auf gewöhnlichem Untergrund. Und eines gleich vorweg: Es ist einfacher, als man glaubt!

Soll ein alter Fliesenbelag ersetzt werden, stellt sich sofort die Frage nach dem Wie. Schließlich bringt das Entfernen des alten Belages so manche organisatorische Herausforderung mit sich, macht unheimlich viel Dreck und kostet viel Zeit und Geld. Sitzen aber die alten Fliesen noch fest und wurden sie hohlraumfrei verlegt, kann der alte Belag auch unangetastet bleiben. Denn so lassen sich auch Fliesen auf Fliesen verlegen. Wie das geht und was beachtet werden muss, wenn man Fliese auf Fliese verlegen möchte, zeigt der nachfolgende Artikel.
Werkzeuge: 
Kellenspachtel
Kellenspachtel
Kellenspachtel unterscheiden sich von einem normalen Spachtel in der Art der Aufmachung und im Anwendungsbereich. Sie haben die Form einer Kelle, welche dem Spachtel den Namen gab.
Glättkelle
Glättkelle
Keine Baustelle, auf der sich nicht mindestens eine Glättkelle findet. Das Werkzeug ist äußerst praktisch, um Oberflächen mit Putz oder Mörtel zu bestreichen. Was mit dem Spachtel zu langatmiger Mühsal wird, schafft die Glättkelle in nur wenigen Zügen. Allerdings: Etwas Geschick ist gefordert!
Farbrolle - Farbwalze
Farbrolle - Farbwalze
Ohne die Erfindung der Farbrolle müsste der Heimwerker tagelang die Wände seines Heims bepinseln und hätte die Wand wohl lieber nackt als mit Farbe. Doch glücklicherweise hat jemand die Farbrolle erfunden und wir können demjenigen sehr dankbar sein.
Zahnkelle
Zahnkelle
Wer sich selbst schon einmal im Fliesenlegen versucht hat, wird die Zahnkelle bereits kennen. Sie ist eines der Standardwerkzeuge des Bodenlegers. Ihre einfache Form aber täuscht! Tatsächlich erfordert der Umgang mit der Zahnkelle einiges an Einübung.
Wasserwaage
Wasserwaage
Wasserwaagen kennt gewiss jeder Heimwerker, da ohne sie ein korrektes und ebenmäßiges Arbeiten kaum möglich wäre. Dies beginnt beim Aufhängen von Bildern und endet bei waagerechten Mauern.
Fliesenhammer
Fliesenhammer
Der Fliesenhammer ist unter den Hammerwerkzeugen ein eher zierlicher Vetreter. Manche behaupten deswegen, Fliesenleger wissen nicht, was ein echter Hammer ist. Fliesenhammer stellen jedoch äußerst präzise Werkzeuge dar, die sehr genau auf die Anforderungen beim Fliesenlegen zugeschnitten sind.
Fliesenlochzange
Fliesenlochzange
Als Unterart der sogenannten Kantenzangen findet die Fliesenlochzange überall da Verwendung, wo mit Fliesen hantiert wird. Aufgrund ihrer Form ist sie auch unter dem Namen Papageienzange bekannt.
Fliesenschneider
Fliesenschneider
Eine regelmäßige Tätigkeit während des Verlegens von Fliesen ist das Zuschneiden. Selten kommen Wand oder Boden ohne Passstücke im Randbereich aus. Der Heimwerker hat dabei zunächst zwar durchaus die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten.
Winkelschleifer / Trennschleifer / Flex
Winkelschleifer / Trennschleifer / Flex
Viele Namen, aber nur ein Gerät: Man kennt es als Winkelschleifer, Trennschleifer, Flex und unter einigen anderen umgangssprachlichen Begriffen. Immer handelt es sich dabei lediglich um ein elektrisch angetriebenes Werkzeug mit rotierender Schleifscheibe.
Abziehstein
Abziehstein
Der Abziehstein ist seit jeher bekannt als Hilfsmittel beim Schärfen von Schneiden. Egal ob Messer oder Werkzeugschneiden, erst das Abziehen des Grates mit dem Abziehstein verleiht der Schneide die gewollte Schärfe.
Materialien: 
Ausgleichsmörtel
Ausgleichsmörtel
Liegt der Estrich gut, aber nicht perfekt, schafft Ausgleichsmörtel schnelle Abhilfe. Mit diesem lassen sich einzelne Stellen im Boden gezielt ausgleichen, ohne gleich den ganzen Raum nivellieren zu müssen.
Feuchtigkeitsabdichtung für die Verbundabdichtung
Feuchtigkeitsabdichtung für die Verbundabdichtung
Wasser findet bekanntlich immer einen Weg. Gerade in Nassräumen muss daher für eine ordentliche Abdichtung gesorgt werden. Eine solche Abdichtung ist auch unter dem Namen Verbundabdichtung bekannt und wird unter anderem durch das Auftragen einer Feuchtigkeitsabdichtung hergestellt.
Abdichtband / Dichtband
Abdichtband / Dichtband
Bänder zum Abdichten gibt es viele. Das Dichtband im Speziellen leistet dabei nicht nur bei der Verbundabdichtung wertvolle Dienste. Hilft es doch generell bei der Überbrückung von Dehnungs- und Anschlussfugen unter zumeist keramischen Belägen.
Fliesenkleber
Fliesenkleber
Wer meint, Fliesenkleber ist Fliesenkleber, der hat weit gefehlt. Denn es gibt nicht nur gänzlich verschiedene Fliesenkleber-Arten, sondern auch Kleber unterschiedlicher Güten - die sogenannten Klassen.
Keil, Holzkeil
Keil, Holzkeil
Keile haben in der Heimwerkerwelt hoffentlich nichts mit der Ausübung körperlicher Gewalt gegenüber den Mitheimwerkern zu tun. Vielmehr handelt es sich bei einem Keil um ein kleines Hilfsmittel aus Kunststoff oder Holz, das sich bei Bedarf auch leicht selbst herstellen lässt.
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