Doppelstabmatten: Pfosten einbetonieren

Beton im Fundament mit Wasser nässen
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Aktualisiert am 04.09.2017
Hat der alte Zaun einmal ausgedient, fällt die Wahl vermutlich recht schnell auf einen modernen Doppelstabmattenzaun. Robust, hübsch und leistbar – das klingt doch perfekt! Und aufstellen kann man ihn laut Herstellern auch selber. Doch wie sieht das im Detail aus? Vor allem die Montage der Pfosten bereitet so manchem Heimwerker durchaus Kopfzerbrechen. Aber keine Sorge, denn der nachstehende Artikel verrät Dir alles über das Einbetonieren der Pfosten für einen Gartenzaun – egal ob Doppelstab, Eindraht oder Maschendraht!
Lange Romane sind nicht dein Ding? Dann schau Dir doch unser Video an!

Das Projekt: Zaunpfosten einbetonieren

  • Alter Gartenzaun wird abgerissen
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    © diybook | Der alte Gartenzaun hat ausgedient und ein neuer soll her. Da stellen sich so manchem Heimwerker einige Fragen, vor allem dann,…
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Ein neuer Gartenzaun soll her! Eigentlich kein Problem, oder? Während der Tag der Montage immer näher rückt, stellen sich allerdings mehr und mehr Fragen, vor allem in Sachen Zaunpfosten:

  • Wie groß und tief sollen die Löcher für die Pfosten ausfallen?
  • Womit lassen sich die Löcher am besten erstellen?
  • Mit welchem Beton sollen die Pfosten einbetoniert werden?
  • Kann sofort weitergearbeitet werden bzw. wie lange sind die notwendigen Wartezeiten?

Diese und noch mehr Fragen sind durchaus berechtigt. Denn wie oft stellt man schon seinen eigenen Gartenzaun auf? Deshalb verrät Dir der nachstehende Artikel alles Wissenswerte über das Einbetonieren der Pfeiler für den neuen Doppelstabmatten-Gartenzaun!

Werkzeug und Material

  • Schnell abbindender Trockenbeton
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    © diybook | Eines der wichtigsten Materialien ist der richtige Beton. Denn ohne diesen wird das Einbetonieren der Pfosten nicht gelingen.…
  • Erdlochbohrer statt Spitzhacke und Schaufel
    © diybook | Natürlich können die benötigten Löcher auch mit der Hand gegraben werden. Wer sich jedoch nicht unnötig plagen möchte, setzt…
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Für das Einbetonieren der Pfeiler wird diesmal einiges an Werkzeug und Material benötigt. Ein Maßband darf bekanntlich bei keinen Arbeiten fehlen. Für die Vorarbeiten braucht es dann einen Spaten und eine Schaufel bzw. einen Erdbohrer. Damit der Zaun auch gerade und auf selber Höhe verläuft, sind zudem Richtschnur, Wasserwaage und Schlauchwaage vonnöten. Fixiert wird der Pfosten mit Zwingen bzw. oftmals auch mit Kabelbindern. Um die Pfosten einbetonieren zu können, kommen normalerweise noch Baueimer, Rührwerk und Kelle dazu. Bei dem hier verwendeten Beton sind Baueimer und Rührwerk jedoch nicht unbedingt notwendig. Warum? Das zeigen wir weiter unten! Müssen die Zaunpfosten gegebenenfalls eingekürzt werden, ist noch ein Winkelschleifer bereitzulegen.

Die Liste der Materialien fällt glücklicherweise etwas kürzer aus. Viel mehr als schnell abbindenden Trockenbeton (wir haben bei diesem Projekt den NixMix Beton (C16/20) von Baumit verwendet), etwas Schotter, Wasser und jede Menge verschiedener Latten wird nicht benötigt. 

Der Materialbedarf lässt sich wie folgt berechnen:
Zylinder Volumen: r² [dm] * π * H [dm] = l [Liter]
abzüglich des Zaunpfosten-Volumens: B [dm] * T [dm] * H [dm] = l [Liter]
Ergebnis: 46,6 Liter Beton/ Loch

Bei einem 30 cm breiten und 80 cm tiefen Loch werden also ca. 3,5 Säcke Beton pro Zaunpfosten benötigt, wenn das Loch mit 70 cm Beton befüllt werden soll.

Vor dem Zaunpfosten-Setzen

  • Vorarbeiten
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    © diybook | Bevor die Zaunpfosten eingemessen und die Löcher erstellt werden können, gibt es noch einiges zu tun. Denn für die folgenden…
  • Pfosten einmessen
    © diybook | Damit der neue Gartenzaun nicht nur gerade, sondern auch in der Höhe gleichmäßig verläuft, ist der wichtigste Schritt das…
  • Fundamentgrube mit einem Erdbohrer erstellen
    © diybook | Die benötigten Fundamentgruben werden am besten mit einem Erdbohrer erstellt. Das spart jede Menge Kraft und Zeit. Wichtig…
  • 80 cm tiefe Löcher
    © diybook | Die Löcher sollten zumindest 80 cm tief sein. Erst ab dieser Tiefe kann in unseren Breitengraden kein Wasser mehr unter dem…
  • 300 mm breite Löcher
    © diybook | Die ausgehobene Grube sollte in der Regel immer 20-30 cm breiter sein als das einzubetonierende Objekt. Daher ist bei einem…
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Bevor nun mit dem Einbetonieren der Pfosten begonnen werden kann, gibt es noch einige Arbeiten, die zuvor erledigt werden müssen. Als erstes steht natürlich das Einmessen auf dem Programm. Je nach Zaunart müssen zuerst die Ecksteher fixiert werden bzw. können die Positionen aller Pfosten bereits eingemessen werden. Diese sollen schließlich in einer Flucht und auf der richtigen Höhe zu liegen kommen. Hierbei helfen Richtschnüre und eine Schlauchwasserwaage. Ein Lasernivelliergerät ist dagegen nicht erforderlich. Auch wenn der Umgang mit der Schlauchwasserwaage recht einfach ist, haben wir dennoch die richtige Handhabung in einem Artikel aufbereitet. Anschließend geht es daran, alle Hindernisse, wie etwa alte Fundamente oder Sträucher, zu entfernen.

Sind diese Arbeiten einmal geschafft, kann das Loch ausgehoben werden. Als Fausregel gilt hier – im Falle von Zäunen ohne statische Anforderungen –, dass das Loch ca. 20-30 cm größer sein sollte als das einbetonierte Objekt. Mit einem 300 mm dicken Loch ist man daher bei gewöhnlichen Zäunen auf der sicheren Seite. Die Tiefe sollte in etwa 80 cm betragen. Das ist der Tatsache geschuldet, dass man den Beton in eine Erdschicht legt, die unterhalb der Frostgrenze liegt. Und in unseren Breitengraden sind das die besagten 80 cm, in höheren Lagen wiederum 150 cm. Diese Maßnahme verhindert, dass Wasser unterhalb und seitlich des Betons friert und auf diese Weise den Pfeiler hebt (Frosthub) bzw. seitlich verschiebt. Dem Beton selbst ist der Frost dagegen ziemlich egal.

Das Loch kann mit Spaten und Schaufel ausgehoben oder mit einem Erdbohrer gebohrt werden. Beides wird zum Ziel führen, wobei der Erdbohrer einen schnelleren Arbeitsfortschritt verspricht. Wie mit einem Erdbohrer umgegangen wird, zeigt Dir der Artikel Löcher für Zaunpfosten bohren - Der Umgang mit dem Erdlochbohrer.

Zaunpfosten einkürzen

  • Benötigte Höhe des Pfostens ermitteln
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    © diybook | Sind die Fundamentgruben erst einmal erstellt, kann auch die Höhe des Pfostens ermittelt werden. Ist dieser gegebenenfalls zu…
  • Zaunpfosten abschneiden
    © diybook | Mit dem Winkelschleifer gelingt das Ablängen recht schnell. Der Pfosten wird dabei Seite für Seite eingeschnitten.
  • Pfosten verzinken
    © diybook | Nicht zwingend erforderlich ist das Verzinken der Schnittkante. Da der Pfosten mit diesem Ende luftdicht einbetoniert wird,…
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Im nächsten Schritt sollte die Länge des Zaunpfostens kontrolliert werden. Denn ist dieser für die geplante Höhe zu lang, dann muss er entsprechend eingekürzt werden. Dazu wird die Höhe auf den Pfosten übertragen und dieser mit einem Winkelschleifer abgeschnitten. 

Tipp: Glühende Späne sollten niemals auf ein Fenster treffen, denn sie können sich sehr schnell in das Fensterglas einbrennen. Und das wäre ein wahrhaft teures Vergnügen!

Nach dem Abschneiden des Pfostens kann die Schnittfläche natürlich noch verzinkt werden. Auch wenn das in diesem Fall nicht nötig wäre, da dieses Ende luftdicht einbetoniert wird!

Zaunpfosten einrichten und fixieren

  • Schotter bei lehmigem Boden
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    © diybook | Ist der gewachsene Boden sehr lehmig, wäre es ratsam, den Boden der Fundamentgrube mit Schotter zu befüllen. Denn das sorgt für…
  • Resultierende Höhe des Betons
    © diybook | Je nach Tiefe des Loches empfiehlt es sich also, zumindest 10, besser aber 20 cm Schotter einzufüllen.
  • Zaunpfosten einsetzen
    © diybook | Nun kann der Zaunpfosten endlich in Position gebracht werden. Da es sich hierbei um einen Eckpfosten handelt, muss dieser an…
  • Pfosten fixieren
    © diybook | Ist der Pfosten aber einmal grob eingerichtet, hilft es, wenn dieser mit Latten bzw. einem Konstruktionsholz zunächst leicht…
  • Senkrechte kontrollieren
    © diybook | Nach und nach wandert der Pfosten in die gewünschte Position. Dabei sind immer wieder die beiden Senkrechten zu kontrollieren.…
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Bevor der Pfosten nun eingesetzt wird, ist es vor allem bei lehmigen Boden gut, zuvor etwas Schotter in das Loch einzufüllen – sorgt dieser doch für eine verbesserte Drainage, um den Frosthub zu verhindern. Hier sind 10 bis 20 cm ein guter Richtwert, wobei das Loch dann entsprechend tiefer ausfallen sollte. 

Sind sowohl das Loch wie der Zaunpfosten erst einmal bereit, muss der Pfosten nur mehr so fixiert werden, dass er sich beim Einbetonieren nicht verschiebt. Hierfür gibt es unterschiedlichste Ansätze und Möglichkeiten. Oftmals werden die Steher mit einer einem Indianerzelt ähnelnden Konstruktion, bestehend aus drei Latten rund um den Steher, fixiert. In diesem Projekt wurde der Pfosten allerdings relativ einfach an ein 6x6 cm starkes Konstruktionsholz gezwängt. Dabei muss allerdings darauf geachtet werden, dass dieses gut im Erdreich verspreizt ist und keine Bewegung des Pfostens zulässt.

Im selben Zug wird der Pfosten zu beiden Seiten senkrecht ausgerichtet. Zugegeben, mit einer Winkelwasserwaage gelingt das um einiges einfacher als mit einer gewöhnlichen Wasserwaage. Extra angeschafft werden muss eine solche aber nicht. Beim Einrichten des Pfostens dürfen außerdem die Höhe und der Winkel zu den Fluchten nicht vergessen werden. Es gibt also viel zu kontrollieren, und das erfordert etwas Geduld. Ein Hudeln wäre jedoch fehlt am Platz, denn vom sauberen Arbeiten hängt der Erfolg des Projektes maßgeblich ab.

Trockenbeton anmischen

  • Wasser vorlegen
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    © diybook | Ist das Einrichten des Pfostens erst einmal erledigt, wäre der schwierigste Teil bereits geschafft. Denn das Einbetonieren geht…
  • Fertigbeton öffnen
    © diybook | Immer wieder werden Mörtel- und Betonsäcke mit Cuttermesser bzw. Kellen aufgeschnitten. Wenn das Material aber nicht zur Gänze…
  • Trockenbeton in den Eimer füllen
    © diybook | Danach wird der Fertigbeton ganz einfach in den Baueimer geschüttet. Läuft das Rührwerk dabei schon, geht das Mischen relativ…
  • Beton mischen
    © diybook | Gemischt wird dann – wie fast immer – mit einem langsam drehenden Rührwerk. Die Drehzahl sollte jedenfalls 600 Umdrehungen pro…
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Endlich kann der Beton angemischt werden. Um einen schnellen Arbeitsfortschritt zu gewährleisten, wird für diese Arbeiten am besten auf fertig gemischten, schnell abbindenden Trockenbeton zurückgegriffen. Beim Anmischen sind die Herstellerangaben bitte immer einzuhalten, denn gerade beim Schnellbeton ist die richtige Menge Wasser entscheidend. Bei diesem Projekt werden konkret 3,2 Liter Wasser in einen Baueimer vorgelegt. Danach wird der Trockenbeton eingestreut und mit einem langsam laufenden Rührwerk (max. 600 Umdrehungen pro Minute) durchmischt.

Ein kleiner Tipp am Rande: Die Säcke lassen sich sehr leicht per Hand ohne Cutter und Kelle öffnen. Denn sie verfügen an der Oberseite über eine praktische Lasche, die einfach nur nach oben gezogen werden muss.

Pfosten einbetonieren

  • Pfosten einbetonieren
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    © diybook | Das Einbetonieren des Pfostens selbst ist dann keine Herausforderung mehr. Denn dafür wird einfach Eimer für Eimer in die…
  • Eimer mit der Kelle auskratzen
    © diybook | Die letzten im Eimer verbleibenden Betonreste sollten mit der Kelle ins Loch gefüllt werden. So kann es nicht passieren, dass…
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Das Einbetonieren der Pfosten ist dann sehr schnell geschehen. Der Eimer mit dem Beton wird dafür einfach nur in das Loch geschüttet. Dabei ist darauf zu achten, dass sich der Pfeiler nicht verschiebt. Denn bereits nach 15 Minuten beginnt bei diesem Produkt der Abbindeprozess. Ein Einrichten, nachdem der Abbindeprozess bereits begonnen hat, wäre fatal! Als Folge würde der Pfosten nicht halten und die Mühen wären umsonst gewesen.

Hinweis: Der schnelle Abbindeprozess hat einen entscheidenden Vorteil: Bereits nach einer Stunde ist der Beton so fest, dass ohne Probleme weitergearbeitet werden kann. Das Einhängen und Fixieren der Matten ist kein Problem, solange darauf geachtet wird, dass die Matte selbst am Boden aufliegt und der Steher nicht voll belastet wird.

Eimer für Eimer wird nun der Beton bis ca. 10 cm unter die Grasnarbe eingefüllt und mit der Kelle leicht verdichtet. An der Oberfläche angekommen, wir der Beton nur noch glatt gestrichen. Fertig ist das Einbetonieren des Gartenzaunstehers!

 

Zaunpfosten einbetonieren ohne Anmischen

  • Alternatives Einbetonieren der Pfosten
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    © diybook | Alternativ zum eben gezeigten Vorgang kann der schnell härtende Trockenbeton aber auch noch anders verarbeitet werden. Ein…
  • Trockenbeton in 10 cm Lagen einfüllen
    © diybook | Danach kann der Beton in Lagen zu jeweils 10 cm in das Loch eingefüllt und um das Bauteil herum verteilt werden.
  • Trockenbeton wässern
    © diybook | Es folgt das Wässern. Dabei wird mit Hilfe einer Gießkanne inkl. Brausekopfaufsatz so viel Wasser eingebracht, dass der Beton…
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Keine Panik, wenn auf der Baustelle kein Rührwerk bzw. kein Strom zur Verfügung steht. Denn der hier von uns verwendete NixMix Beton von Baumit lässt sich auch anders verarbeiten. Und das ist ganz leicht: Der Beton wird dazu einfach jeweils in Schichten von 10 cm Höhe trocken in das Loch eingefüllt und bewässert. An Festigkeit geht dadurch nichts verloren!

Doch noch einmal langsam und Schritt für Schritt: Das Loch wird mit der Gießkanne samt Brausekopfaufsatz zunächst leicht bewässert. Danach wird ca. 10 cm Trockenbeton in das Loch eingefüllt und um den einzubetonierenden Pfosten verteilt. Anschließend wird so lange Wasser eingefüllt, bis der Beton leicht gesättigt ist. Der Beton ist genau dann gesättigt, wenn sich an der Oberfläche kleine Wasserpfützen bilden. Dann heißt es: Wasser stopp! Und einziehen lassen.

  • Leicht gesättigt?
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    © diybook | Leicht gesättigt ist eine recht wage Aussage. Aber vielleicht veranschaulichen diese Bilder, was damit gemeint ist. Bevor…
  • Bis 10 cm unter der Rasenkante auffüllen
    © diybook | Auch bei dieser Methode wird der Beton bis ca. 10 cm unter die Rasenkante befüllt. Perfekt! Das Betonieren der Pfosten ist also…
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Nachdem das Wasser vollständig eingezogen ist (nach ca. einer Minute), kann die nächste 10 cm dicke Schicht eingefüllt werden. Schicht für Schicht füllt sich das Loch mit Beton. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis der Beton auch hier bis ca. 10 cm unterhalb der Rasenkante reicht. Aber Achtung: Die maximale Wassermenge von 3,5 Liter je 25 kg Trockenmörtel darf beim Betonieren ohne Anmischen nicht überschritten werden. Das sollte aber kein Problem darstellen. Am Ende zeigt sich: So einfach kann Betonieren sein! 

Hinweis: Bei diesem Verfahren beginnt der Abbindeprozess bereits nach 5 Minuten. Das ist noch schneller, als wenn der Beton wie üblich angemischt wird. Ein schneller Arbeitsfortschritt ist damit garantiert!

Abschließende Arbeiten

  • Fundamentgrube mit Erde befüllen
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    © diybook | Am nächsten Tag können die restlichen 10 cm der Fundamentgrube mit Erde aufgefüllt werden.
  • Ergebnis
    © diybook | Und das Ergebnis stimmt! Der Zaun ist fertig und die Pfosten wie auch das Gartentor sind standfest einbetoniert.
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Nach dem Betonieren, egal ob mit oder ohne Rührwerk, ist es geschafft: Die Pfosten stehen an ihrem Platz und wurden erfolgreich im Boden verankert. Auch wenn der Beton bereits nach einer Stunde hart erscheint, dauert es noch 24 Stunden, bis der Beton die Festigkeit für eine volle Belastbarkeit erreicht hat. Den weiteren Arbeiten steht aber trotzdem nichts im Weg. Immerhin soll der neue Zaun möglichst bald stehen!

Abschließend können dann auch die zuvor entnommenen Grasnarben wieder eingesetzt bzw. die Löcher mit etwas Erde befüllt werden. Je nach Arbeitsmethode steht aber bis dahin vielleicht auch schon der neue Zaun. Da kommt Freude auf!

Und wir wünschen auch Dir: Gutes Gelingen bei Deinem Projekt!

Hat der alte Zaun einmal ausgedient, fällt die Wahl vermutlich recht schnell auf einen modernen Doppelstabmattenzaun. Robust, hübsch und leistbar – das klingt doch perfekt! Und aufstellen kann man ihn laut Herstellern auch selber. Doch wie sieht das im Detail aus? Vor allem die Montage der Pfosten bereitet so manchem Heimwerker durchaus Kopfzerbrechen. Aber keine Sorge, denn der nachstehende Artikel verrät Dir alles über das Einbetonieren der Pfosten für einen Gartenzaun – egal ob Doppelstab, Eindraht oder Maschendraht!
  • Alter Gartenzaun wird abgerissen
    © diybook | Der alte Gartenzaun hat ausgedient und ein neuer soll her. Da stellen sich so manchem Heimwerker einige Fragen, vor allem dann, wenn es um das Einbetonieren der Pfosten geht. Zu den häufigsten zählen: die Frage nach der Tiefe, der benötigten Menge Beton und danach, welcher Beton für diese Arbeiten überhaupt in Frage kommt. Aber keine Sorge, all diese Punkte und noch viele mehr werden in diesem Artikel beantwortet!
  • Schnell abbindender Trockenbeton
    © diybook | Eines der wichtigsten Materialien ist der richtige Beton. Denn ohne diesen wird das Einbetonieren der Pfosten nicht gelingen. Sollen beim Aufstellen des Gartenzaunes unnötige Wartezeiten vermieden werden, lohnt es sich, auf schnell härtenden, werksgemischten Trockenbeton zu setzen. In diesem Projekt kommt NixMix der Marke Baumit zum Einsatz. Dieser bindet bereits nach 5 Minuten ab und hat nach einer Stunde so weit angezogen, dass ohne Probleme weitergearbeitet werden kann.
  • Erdlochbohrer statt Spitzhacke und Schaufel
    © diybook | Natürlich können die benötigten Löcher auch mit der Hand gegraben werden. Wer sich jedoch nicht unnötig plagen möchte, setzt hier auf schweres Gerät. Mit dem Zweimann-Erdlochbohrer sind die benötigten Löcher schnell erstellt.
  • Vorarbeiten
    © diybook | Bevor die Zaunpfosten eingemessen und die Löcher erstellt werden können, gibt es noch einiges zu tun. Denn für die folgenden Arbeiten braucht es ein wenig Platz. Daher sind alte Fundamente und störende Stauden zu entfernen.
  • Pfosten einmessen
    © diybook | Damit der neue Gartenzaun nicht nur gerade, sondern auch in der Höhe gleichmäßig verläuft, ist der wichtigste Schritt das genaue Einmessen der Pfosten. Mit Richtschnüren und einer Schlauchwasserwaage werden sowohl die Flucht als auch die Höhe bestimmt. Wie einfach die Schlauchwasserwaage dabei zu bedienen ist, zeigt der am Ende verlinkte Artikel.
  • Fundamentgrube mit einem Erdbohrer erstellen
    © diybook | Die benötigten Fundamentgruben werden am besten mit einem Erdbohrer erstellt. Das spart jede Menge Kraft und Zeit. Wichtig dabei ist die Wahl des richtigen Gerätes, denn für 300 mm breite Löcher wird ein Zweimann-Erdlochbohrer benötigt. Wer allerdings auf ein spezielles Wochenend-Workout nicht verzichten möchte, kann die Löcher natürlich auch mit der Hand ausheben.
  • 80 cm tiefe Löcher
    © diybook | Die Löcher sollten zumindest 80 cm tief sein. Erst ab dieser Tiefe kann in unseren Breitengraden kein Wasser mehr unter dem Beton gefrieren (Frostgrenze) und diesen anheben. Im Fachjargon wird das auch Frosthub genannt. Zudem könnte es bei geringerer Tiefe passieren, dass gefrierendes Wasser den Pfeiler seitlich versetzt. Die Frostgrenze ist natürlich lageabhängig. In höheren Lagen kann es daher nötig sein, bis zu einer Tiefe von 1,50 Meter zu graben. Die genauen Werte können beim örtlichen Bauamt erfragt werden.
  • 300 mm breite Löcher
    © diybook | Die ausgehobene Grube sollte in der Regel immer 20-30 cm breiter sein als das einzubetonierende Objekt. Daher ist bei einem gewöhnlichen Zaunpfosten von ca. 6 cm Seitenlänge eine Breite von 30 cm erstrebenswert. Ein 20 cm breites Loch wäre nicht ausreichend.
  • Benötigte Höhe des Pfostens ermitteln
    © diybook | Sind die Fundamentgruben erst einmal erstellt, kann auch die Höhe des Pfostens ermittelt werden. Ist dieser gegebenenfalls zu lang, muss er vor dem Einbetonieren abgeschnitten werden.
  • Zaunpfosten abschneiden
    © diybook | Mit dem Winkelschleifer gelingt das Ablängen recht schnell. Der Pfosten wird dabei Seite für Seite eingeschnitten.
  • Pfosten verzinken
    © diybook | Nicht zwingend erforderlich ist das Verzinken der Schnittkante. Da der Pfosten mit diesem Ende luftdicht einbetoniert wird, sollte auch nichts rosten. Schaden kann es aber auch nicht!
  • Schotter bei lehmigem Boden
    © diybook | Ist der gewachsene Boden sehr lehmig, wäre es ratsam, den Boden der Fundamentgrube mit Schotter zu befüllen. Denn das sorgt für eine gute Drainage und verhindert ebenfalls Frosthub.
  • Resultierende Höhe des Betons
    © diybook | Je nach Tiefe des Loches empfiehlt es sich also, zumindest 10, besser aber 20 cm Schotter einzufüllen.
  • Zaunpfosten einsetzen
    © diybook | Nun kann der Zaunpfosten endlich in Position gebracht werden. Da es sich hierbei um einen Eckpfosten handelt, muss dieser an zwei Fluchten ausgerichtet werden. Kein einfaches Unterfangen!
  • Pfosten fixieren
    © diybook | Ist der Pfosten aber einmal grob eingerichtet, hilft es, wenn dieser mit Latten bzw. einem Konstruktionsholz zunächst leicht fixiert wird. Das erleichtert die folgende Feinjustierung!
  • Senkrechte kontrollieren
    © diybook | Nach und nach wandert der Pfosten in die gewünschte Position. Dabei sind immer wieder die beiden Senkrechten zu kontrollieren. Das heißt, der Steher ist nach und nach in die Senkrechte zu bringen. Eine Eckwasserwaage erleichtert diesen Schritt zwar. Notfalls geht es aber auch ohne. Achtung: Auch die Höhe darf beim Einrichten des Pfostens nicht vergessen werden! Und liegt der Pfosten auch gut in der Flucht? Es gibt viel zu kontrollieren!
  • Wasser vorlegen
    © diybook | Ist das Einrichten des Pfostens erst einmal erledigt, wäre der schwierigste Teil bereits geschafft. Denn das Einbetonieren geht wirklich schnell und problemlos von der Hand. Dazu wird zuerst die laut Herstellerangaben benötigte Wassermenge in einem Baueimer vorgelegt. Hier sind das etwa 3,2 Liter pro 25 Kilogramm Fertigbeton.
  • Fertigbeton öffnen
    © diybook | Immer wieder werden Mörtel- und Betonsäcke mit Cuttermesser bzw. Kellen aufgeschnitten. Wenn das Material aber nicht zur Gänze in die Mischmaschine geschüttet werden soll, ist das eher unpraktisch. Daher an dieser Stelle der Tipp: Die meisten Mörtelsäcke verfügen über eine vorgesehene Sollbruchstelle und können daher ganz leicht mit der Hand geöffnet werden. Dazu muss lediglich die auf der Oberseite des Sacks befindliche Lasche mit einem kurzen Ruck nach oben abgezogen werden. Offen ist der Sack und kann wohl dosiert in den Eimer gefüllt werden!
  • Trockenbeton in den Eimer füllen
    © diybook | Danach wird der Fertigbeton ganz einfach in den Baueimer geschüttet. Läuft das Rührwerk dabei schon, geht das Mischen relativ einfach. Aber selbst wenn der Beton nicht rührend eingemischt wird, ist das folgende Durchmischen problemlos zu bewerkstelligen.
  • Beton mischen
    © diybook | Gemischt wird dann – wie fast immer – mit einem langsam drehenden Rührwerk. Die Drehzahl sollte jedenfalls 600 Umdrehungen pro Minuten nicht übersteigen.
  • Pfosten einbetonieren
    © diybook | Das Einbetonieren des Pfostens selbst ist dann keine Herausforderung mehr. Denn dafür wird einfach Eimer für Eimer in die Fundamentgrube geschüttet. Aber Achtung: Der Pfosten sollte dabei nicht mehr bewegt werden!
  • Eimer mit der Kelle auskratzen
    © diybook | Die letzten im Eimer verbleibenden Betonreste sollten mit der Kelle ins Loch gefüllt werden. So kann es nicht passieren, dass mit dem Eimer gegen den Pfosten geschlagen und dieser in seiner Position verändert wird. Die Fundamentgrube wird bis ca. 10 cm unterhalb der Rasenkante befüllt.
  • Alternatives Einbetonieren der Pfosten
    © diybook | Alternativ zum eben gezeigten Vorgang kann der schnell härtende Trockenbeton aber auch noch anders verarbeitet werden. Ein solches Vorgehen ist für all jene interessant, die kein Rührwerk besitzen oder ausleihen möchten. Zudem gibt es nicht auf jeder Baustelle einen Stromanschluss. Davon abgesehen ist diese alternative Methode einfach eine tolle Erleichterung. Denn das Anmischen per Hand ist ganz schön anstrengend! Zuerst wird jedenfalls die Fundamentgrube vorgenässt.
  • Trockenbeton in 10 cm Lagen einfüllen
    © diybook | Danach kann der Beton in Lagen zu jeweils 10 cm in das Loch eingefüllt und um das Bauteil herum verteilt werden.
  • Trockenbeton wässern
    © diybook | Es folgt das Wässern. Dabei wird mit Hilfe einer Gießkanne inkl. Brausekopfaufsatz so viel Wasser eingebracht, dass der Beton leicht gesättigt ist.
  • Leicht gesättigt?
    © diybook | Leicht gesättigt ist eine recht wage Aussage. Aber vielleicht veranschaulichen diese Bilder, was damit gemeint ist. Bevor allerdings die nächste Lage eingefüllt wird, muss das stehende Wasser in den Beton eingezogen sein. Das dauert in der Regel eine Minute.
  • Bis 10 cm unter der Rasenkante auffüllen
    © diybook | Auch bei dieser Methode wird der Beton bis ca. 10 cm unter die Rasenkante befüllt. Perfekt! Das Betonieren der Pfosten ist also wirklich ein Kinderspiel und viel schneller bewerkstelligt als die notwendigen Vorarbeiten! Nach einer Stunde hat der Beton dann so weit angezogen, dass sich alle Fixierungen entfernen lassen und der Pfosten bereits leicht belastet werden kann. Das Projekt --Doppelstabmattenzaun aufstellen-- kann also ohne Pausen durchgezogen werden. So macht Arbeiten Spaß!
  • Fundamentgrube mit Erde befüllen
    © diybook | Am nächsten Tag können die restlichen 10 cm der Fundamentgrube mit Erde aufgefüllt werden.
  • Ergebnis
    © diybook | Und das Ergebnis stimmt! Der Zaun ist fertig und die Pfosten wie auch das Gartentor sind standfest einbetoniert.
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Pünktlich zum Frühjahr fällt ein kritischer Blick auf den windschiefen Gartenzaun: Eigentlich wäre es doch schon, hier mal etwas Neues zu bauen, oder? Immerhin würde das den Garten erheblich aufwerten. Aber der Aufwand... Ist das machbar? Keine Sorge, das Aufstellen eines neuen Gartenzauns gehört zu den Paradestücken jedes Heimwerkers.

Eine der wichtigsten Aufgaben ist das Betonieren der Zaunpfosten. Neulinge sollten sich hier erst einmal vor Augen führen, was zu tun ist. Deshalb zeigen wir in dieser Video-Anleitung in nur wenigen Minuten, wie sich ein Zaunpfosten einbetonieren lässt. Und damit es auch für echte Könner spannend bleibt, verraten wir einen kleinen Trick, wie das Ganze auch ohne Beton-Anmischen funktioniert!

Hat der alte Zaun einmal ausgedient, fällt die Wahl vermutlich recht schnell auf einen modernen Doppelstabmattenzaun. Robust, hübsch und leistbar – das klingt doch perfekt! Und aufstellen kann man ihn laut Herstellern auch selber. Doch wie sieht das im Detail aus? Vor allem die Montage der Pfosten bereitet so manchem Heimwerker durchaus Kopfzerbrechen. Aber keine Sorge, denn der nachstehende Artikel verrät Dir alles über das Einbetonieren der Pfosten für einen Gartenzaun – egal ob Doppelstab, Eindraht oder Maschendraht!
Werkzeuge: 
Baueimer (Baukübel)
Baueimer (Baukübel)
Was wäre ein Heimwerker ohne seinen Baueimer? Tatsächlich erweist sich ein Eimer bei verschiedenen Arbeiten in Haus und Garten als unverzichtbarer Begleiter.
Rührwerk (Farb- und Mörtelrührer)
Rührwerk (Farb- und Mörtelrührer)
"Die Mischung macht's!" Mit einem echten Rührwerk sind sowohl Handwerker wie auch Heimwerker in der Lage, Farben, Lasuren und Lacke, aber auch Fliesenkleber, Mörtel sowie andere Substanzen gründlich zu vermengen, ohne dabei Gefahr zu laufen, die geliebte Bohrmaschine zu überlasten.
Maurerkelle
Maurerkelle
"Was dem Koch sein Löffel, ist dem Maurer seine Kelle." - Und da ein Menü nur mit dem richtigen Equipment zu einem Genuss wird, muss auch der Maurer die passende Maurerkelle haben, um seine Arbeit mit der entsprechenden Sorgfalt und Genauigkeit durchführen zu können.
Zwinge / Schraubzwinge
Zwinge / Schraubzwinge
Eine Zwinge oder auch Schraubzwinge ist ein Werkzeug, das dazu dient, verschiedene Werkzeuge miteinander kraftschlüssig zu klemmen. Je nach Gewerk sind unterschiedliche Zwingen im Handel.
Maßband
Maßband
Das Maßband, auch Messband oder Bandmaß genannt, ist die flexibel bewegliche Alternative zum Zollstock. Oftmals ist auch von einem Rollmeter die Rede, obwohl das Maßband durchaus nicht nur einen Meter, sondern auch 10 - 100 Meter lang sein kann.
Richtschnur
Richtschnur
"Was nicht passt, wird passend gemacht!", besagt ein weiser Spruch in der Baubranche.
Materialien: 
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Verwendete Produkte

  • Baumit NixMix Beton

    Werksgemischter, extrem schnell erhärtender und belastbarer Trockenbeton der Festigkeitsklasse C16/20 für alle Anwendungen im Bereich schneller Befestigungen (z.B. Zaunpfosten, Pfähle, Masten, Wäschespinnen) ohne statische Anforderungen. Trocken und nass verarbeitbar. Größtkorn 8 mm.

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