Innenwand verputzen - Feinputz auftragen

Feinputz verputzen - Kartätsche mit Feinputz befüllen
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Aktualisiert am 04.11.2015
Ist der Unterputz einmal aufgetragen, ist die Wand bereit für den Oberputz. Der Oberputz, auch Feinputz genannt, ist in aller Regel der sichtbare Wandbelag und sorgt letztlich für das optische Erscheinungsbild des Raumes und der Decke. Dieser Artikel zeigt, wie sich Feinputz auf den Unterputz auftragen und strukturieren lässt.
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Innenwand verputzen - Feinputz

  • Grundputz bzw. Sanierputz als Ausgangsbasis
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    © diybook | Die Grundlage für den letzten Schritt beim Verputzen bildet ein solider Untergrund auf Basis von Grund- bzw. Sanierputz. Die…
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Wer meint, Putz ist gleich Putz, der irrt gewaltig. Denn der Putz wird maßgeblich vom Bindemittel geformt. Durch dieses erhält der Putz erst seine Eigenschaften. Und diese können die vielfältigsten Formen annehmen. So gibt es vom Akkustikputz über selbstreinigenden Silikonhartputz bis zum Wärmedämmputz fast alles auf dem Markt. 

Dieses Projekt aber handelt von einem feinen Kalkputz. Und der Name ist Programm. Denn dieser Feinputz weist eine sehr geringe Korngröße auf, da Kalk das Bindemittel ist. Mit ihm lässt sich ein glatter und schöner Endbelag auf Wänden und Decken herstellen.

Werkzeug und Material

Für das Verputzen der Innenwand mit Feinputz sind folgende Werkzeuge vonnöten: Ein Malerquast, ein Baueimer, ein Rührwerk bzw. eine Bohrmaschine mit Rührstab, eine Kartätsche sowie ein Reibe- bzw. Styroporhobel.

Die Materialliste gibt sich lediglich mit dem Feinputz sehr schlank. Je nach Staubbelastung der Bausstelle findet aber auch noch übrig gebliebener Putzgrund Verwendung.

Vorbereitungen für das Verputzen

  • Putzgrund vorbereiten
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    © diybook | Ist seit dem Auftragen des Sanierputzes bereits einige Zeit vergangen, muss der Untergrund grundiert werden. Denn eine staubige…
  • Putz anrühren
    © diybook | In einem Baueimer wird der Feinputz nach den Herstellerangaben in der Regel relativ fest angemischt. So lässt sich der Putz…
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Wie bei allen Arbeiten an Wänden und Böden muss auch beim Verputzen der Untergrund passen. Das bedeutet, dass der Unterputz trocken (bei neuem Putz sind die Standzeiten zu beachten), staubfrei und tragfähig sein muss.

In diesem Projekt kann eine Bedingungen mit Sicherheit bejaht werden: Der Untergrund ist trocken. Die Sache mit der Tragfähigkeit hängt leider direkt mit der Staubentwicklung zusammen, denn ein staubiger Untergrund ist nicht tragfähig. Da die Herstellung des Unterputzes einige Zeit zurück liegt und Grundierung übergeblieben ist, wird kurzerhand noch einmal grundiert. Aber auch wenn keine Grundierung mehr über ist, ist bei saugenden Untergründen zumindest vorzunässen.

Danach kann der Feinputz angemischt werden. Das Wasser wird vorgelegt, der Feinputz nach und nach eingestreut und mit dem Rührwerk vermischt. 

Feinputz auftragen

  • Feinputz auftragen
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    © diybook | Das Auftragen des Feinputzes ist relativ einfach, denn angeworfen muss dieser in der Regel nicht mehr werden. Einfaches…
  • Feinputz aufziehen und glätten
    © diybook | Der Feinputz wird von unten nach oben gleichmäßig dünn aufgezogen. Das Glätten gelingt dabei fast wie von selbst. Hinweis: Die…
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Ist der Unterputz vorbereitet, kann der Feinputz aufgetragen werden. Dieser kann, muss aber nicht angeworfen werden. Am einfachsten bzw. am schnellsten ist es, den Feinputz wie gewöhnliche Spachtelmasse an der Wand aufzuziehen. Mit einer größeren Kartätsche gelingt das sehr gut.

Der Putz wird von unten nach oben Bahn für Bahn aufgezogen und geglättet. Je größer die Kartätsche, umso gerader und glatter gelingt der Wandverlauf. Allzu große Unebenheiten lassen sich mit dem Feinputz aber nicht mehr ausgleichen, auch wenn die Mindestschichtdicke bei 3 mm liegt.

Feinputz strukturieren

  • Feinputz strukturieren
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    © diybook | Ist der Putz einmal aufgetragen und konnte an Festigkeit gewinnen, ist es an der Zeit, den Putz zu strukturieren. Hierfür gibt…
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Nach leichtem Ansteifen des aufgetragenen Feinputzes kann der Putz strukturiert werden. Dazu werden beim Kalkputz üblicherweise Schwammbrett, Gummibrett oder Styroporhobel verwendet. Mit diesen Hilfsmitteln können verschiedene Strukturen im Putz erzeugt werden. Je nach dem, welches der Werkzeuge in geraden, kreisenden oder tupfenden Bewegungen über den Putz gefüht wird, entstehen andere Strukturen. 

Bei diesem Projekt kommt ein Styroporhobel zum Einsatz, der in kreisenden Bewegungen über den Putz geführt wird. Hierbei ist Gefühl gefragt, denn schließlich soll der Putz auf der verputzen Innenwand bleiben.

Ergebnis

  • Ergebnis vor dem Ausmalen
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    © diybook | Fertig! Und das Ergebnis sieht gar nicht so schlecht aus! Noch besser wirkt es allerdings nach dem Streichen.
  • Strukturierter Feinputz nach dem Streichen
    © diybook | Schön weiß, aber bereits mit Bohrlöchern übersät. Die Struktur erkennt man dabei nur von Nahem. So soll es sein!
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Fertig. Die Innenwand ist neu verputzt und mit einem Feinputz überzogen. Und im Gegensatz zum Umgang mit dem Unterputz ging das Verputzen mit Feinputz wirklich schnell und unkompliziert vonstatten. Wichtig ist lediglich, immer ganze Wände bzw, Räume in einem Arbeitsgang zu verputzen, denn sonst drohen Unterschiede in der Strukturierung respektive im Aussehen.

Das Ergebnis dieses Projekts sieht aber gut aus und wir sind mit der Arbeit zufrieden. Richtig schön wird es aber, wenn die Wand bereits einmal gestrichen wurde.

Ist der Unterputz einmal aufgetragen, ist die Wand bereit für den Oberputz. Der Oberputz, auch Feinputz genannt, ist in aller Regel der sichtbare Wandbelag und sorgt letztlich für das optische Erscheinungsbild des Raumes und der Decke. Dieser Artikel zeigt, wie sich Feinputz auf den Unterputz auftragen und strukturieren lässt.
  • Grundputz bzw. Sanierputz als Ausgangsbasis
    © diybook | Die Grundlage für den letzten Schritt beim Verputzen bildet ein solider Untergrund auf Basis von Grund- bzw. Sanierputz. Die Oberfläche ist eben, bietet aber noch Raum für Verbesserungen. Optimale Bedingungen für das Auftragen von Feinputz.
  • Putzgrund vorbereiten
    © diybook | Ist seit dem Auftragen des Sanierputzes bereits einige Zeit vergangen, muss der Untergrund grundiert werden. Denn eine staubige Oberfläche ist kein optimaler Putzgrund. Die Grundierung wird daher mit einer Malerbürste auf die gesamte Fläche aufgetragen.
  • Putz anrühren
    © diybook | In einem Baueimer wird der Feinputz nach den Herstellerangaben in der Regel relativ fest angemischt. So lässt sich der Putz nach dem Anziehen sehr gut strukturieren.
  • Feinputz auftragen
    © diybook | Das Auftragen des Feinputzes ist relativ einfach, denn angeworfen muss dieser in der Regel nicht mehr werden. Einfaches Aufziehen mit einem großen Spachtel bzw. einer Kartätsche langt.
  • Feinputz aufziehen und glätten
    © diybook | Der Feinputz wird von unten nach oben gleichmäßig dünn aufgezogen. Das Glätten gelingt dabei fast wie von selbst. Hinweis: Die Wand wird dabei umso glatter, je größer das Abziehwerkzeug ist. Größere Korrekturen wie beim Auftragen des Grundputzes sind hier aber nicht mehr möglich.
  • Feinputz strukturieren
    © diybook | Ist der Putz einmal aufgetragen und konnte an Festigkeit gewinnen, ist es an der Zeit, den Putz zu strukturieren. Hierfür gibt es verschiedene Techniken wie Wischen, Kratzen, Tupfen oder Spachteln. Als Werkzeug kommen Kellen, Pinsel, Schwämme, Reibebretter, Rollen uvm. zum Einsatz. Eine der einfacheren Methoden ist das kreisförmige Überziehen mit einem Styroporhobel.
  • Ergebnis vor dem Ausmalen
    © diybook | Fertig! Und das Ergebnis sieht gar nicht so schlecht aus! Noch besser wirkt es allerdings nach dem Streichen.
  • Strukturierter Feinputz nach dem Streichen
    © diybook | Schön weiß, aber bereits mit Bohrlöchern übersät. Die Struktur erkennt man dabei nur von Nahem. So soll es sein!
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Beim Wand-Verputzen kommt es auf den letzten Schliff an. Und Oberputz – auch Feinputz genannt – ist genau dafür gemacht! Das Video zeigt in 2 Minuten, wie leicht sich Feinputz auftragen und strukturieren lässt. Schließlich soll das Projekt "Wand-Verputzen" ja zu einem vollen Erfolg werden, oder?

Feinputz ist, wie der Name schon sagt, ein besonders feiner Putz und daher ideal geeignet, der Wand ein ansehnliches Finish zu verleihen. Durch seine Struktur gleicht er nicht nur letzte Unebenheiten aus, sondern erlaubt auch eine optimale Oberflächengestaltung. Das Video demonstriert, wie sich Feinputz auf den Unterputz auftragen lässt und wie der Oberputz dabei eine schöne Strukturierung erhält. Denn gerade beim Verputzen zählt am Ende nur das Ergebnis. Kartätsche und Styroporhobel leisten bei diesem Projekt wertvolle Dienste.

Ist der Unterputz einmal aufgetragen, ist die Wand bereit für den Oberputz. Der Oberputz, auch Feinputz genannt, ist in aller Regel der sichtbare Wandbelag und sorgt letztlich für das optische Erscheinungsbild des Raumes und der Decke. Dieser Artikel zeigt, wie sich Feinputz auf den Unterputz auftragen und strukturieren lässt.
Werkzeuge: 
Maurerkelle
Maurerkelle
"Was dem Koch sein Löffel, ist dem Maurer seine Kelle." - Und da ein Menü nur mit dem richtigen Equipment zu einem Genuss wird, muss auch der Maurer die passende Maurerkelle haben, um seine Arbeit mit der entsprechenden Sorgfalt und Genauigkeit durchführen zu können.
Kartätsche
Kartätsche
Keine Angst, auf der Baustelle wird in der Regel nicht „scharf geschossen“. Hier geht es auch keinesfalls um die gleichnamige Artilleriemunition, sondern um ein praktisches Werkzeug. Der Einsatz der Kartätsche sorgt zuverlässig für sauber und gerade abgezogene Flächen beim Verputzen.
Quast / Malerbürste
Quast / Malerbürste
Der Quast - ein großer, haariger Pinsel mit vielen Borsten - gehört zur Gattung der Tapezierpinsel oder Malerpinsel. Er wird auch Weißpinsel, Nasspinsel und Deckenbürste genannt. Durch seine dichten Borsten und praktische Größe bietet der Quast sehr viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten.
Rührwerk (Farb- und Mörtelrührer)
Rührwerk (Farb- und Mörtelrührer)
"Die Mischung macht's!" Mit einem echten Rührwerk sind sowohl Handwerker wie auch Heimwerker in der Lage, Farben, Lasuren und Lacke, aber auch Fliesenkleber, Mörtel sowie andere Substanzen gründlich zu vermengen, ohne dabei Gefahr zu laufen, die geliebte Bohrmaschine zu überlasten.
Rührstab
Rührstab
Mit einem Rührstab ist nicht das Küchengerät für leckere Cremesuppen gemeint, sondern ein spezieller Aufsatz für die Bohrmaschine. Durch die hohe Umdrehung der Bohrmaschine und die Form des Rührstabes lassen sich Spachtelmasse und diverse Kleber schnell und einfach herstellen.
Baueimer (Baukübel)
Baueimer (Baukübel)
Was wäre ein Heimwerker ohne seinen Baueimer? Tatsächlich erweist sich ein Eimer bei verschiedenen Arbeiten in Haus und Garten als unverzichtbarer Begleiter.
Materialien: 
Grundierung - Tiefengrund
Grundierung - Tiefengrund
Grundierungen sind beim Malern, Streichen und Tapezieren nicht mehr wegzudenken. Ohne Grundierungen haften viele Materialien nicht ausreichend, was so einige Arbeiten unmöglich machen würde. Außerdem verhindern sie bei Farben, Putz und Mörtel Verfärbungen durch ungleichmäßigen Wasserentzug.
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