Die 10 wichtigsten Heilpflanzen aus dem Garten

Odermennig im Apothekergarten
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Aktualisiert am 21.11.2016
Die Geschichte der Kulturpflanzen reicht viele tausend Jahre zurück. Dazu zählen auch die Heilpflanzen. Die Wurzeln ihrer Nutzung reichen also kaum weniger weit in die Vergangenheit zurück. Bereits im Altertum schätzten Druiden, Medizinmänner, aber auch Weise, Philosophen und Ärzte die Heilkräfte bestimmter Pflanzen. Einige dieser Gewächse haben ihren Ruf, heilsam zu wirken, bis heute bewahrt. Wir stellen sie vor! Hier sind die 10 wichtigsten Heilkräuter aus dem Garten!

Heilpflanzen: eine Erfolgsgeschichte

  • Blühendes Mutterkraut
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    © diybook* | Auch heute noch wird die lindernde Wirkung von Heilpflanzen sehr geschätzt, wenn es um das natürliche Wohlbefinden geht. Das…
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Bereits vor vielen tausend Jahren waren zahlreiche Wirkungen von Pflanzen bekannt, die bei Krankheiten oder Leiden Linderung versprachen. Auch das Ende der Antike hat daran nichts geändert. Besonders populär wurde die Kräuterkunde rund um Heilfplanzen im Mittelalter durch die Schriften der Hildegard von Bingen und anderer Gelehrter. Aus medizinischen Erwägungen wie diesen sollte einige Jahrhunderte später die moderne Medizin hervorgehen.

Doch auch die alte Heilkunst ist bis heute erhalten geblieben, obwohl sie in vielen Teilen von der modernen Medizin und Pharmakologie abgelöst wurde. Selbst in Anbetracht des technologischen Fortschritts besitzen Heilpflanzen auch heute durchaus noch immer einzigartige gesundheitsfördernde Wirkungen. Die Kenntnis um ihre Einsatzgebiete und Wirkungsweisen unterstützt daher die Gesundheit, wenngleich moderne Arzneimittel hierdurch nicht ersetzt werden können. Heilpflanzen stehen damit oftmals in Gegensatz zu Hexenkräutern und Zauberpflanzen, zu denen auch viele Giftpflanzen zählen.

Die 10 wichtigsten Heilpflanzen

  • Bilderbuchheilpflanze: Wermut
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    © diybook* | Schon im Garten macht Wermut durch sein silberfarbenes Laub auf sich aufmerksam. Das bittere Kraut fördert die Verdauung und…
  • Gelbe Blüten der Arnika
    © diybook* | Arnika ist ein sehr potentes Heilkraut, das allerdings im Garten schwer zu halten ist. Wichtig sind sonnige, kalkfreie…
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Der bittere Wermut (Artemisia absinthium) ist als verdauungsförderndes Kraut bekannt, mit dem beispielsweise fette Fleischspeisen bekömmlicher werden. Das silberne Laub gibt einen schönen Blattschmuck im Kräuterbeet ab, wird aber auch als Brühe zur Blattlausbekämpfung eingesetzt.

Arnika (Arnica montana) wird als Salbe bei Quetschungen, Knochenbrüchen und Zerrungen empfohlen. Als Pflanze ist das Kraut sehr schwierig im Garten zu halten, da sonnige, kalkfreie Standorte gewünscht werden. Zusätzlich lebt die Pflanze mit Wurzelpilzen in Symbiose.

  • Beinwell während der Blüte
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    © diybook* | Eine heimische Pflanze, die sich vor allem auf feuchten Böden wohlfühlt, ist der Beinwell. Unter den richtigen Verhältnissen…
  • Gelbe Blütenrispen des Odermennig
    © diybook* | Ähnlich wie der Wermut entwickelt auch der Odermennig Bitterstoffe, die lindernd bei Magendrücken und Verdauungsproblemen…
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Der Beinwell (Symphytum officinale) ist eine einheimische Pflanze, die bevorzugt auf feuchten Böden wächst und sich zu großen Exemplaren entwickelt. Medizinisch wird Beinwell nur äußerlich als Tinktur oder Salbe bei Knochen- und Gelenkleiden verwendet. Die Blätter sind bei Biogärtnern als Düngemittel in der Jauchenherstellung beliebt.

Der gelbblühende Odermennig (Agrimonia eupatoria) ist einerseits eine hübsche Zierpflanze für Bauern- und Staudengärten. Andererseits sind in der Kräuterkunde seine Bitterstoffe bekannt, die bei Magen- und Verdauungsproblemen empfohlen werden.

  • Blütendolden des Kümmels
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    © diybook* | Zu den heute bekanntesten Heilpflanzen zählt sicherlich der Kümmel. Er wird in der modernen Küche oft als Gewürz eingesetzt,…
  • Bärwurz an natürlichem Standort
    © diybook* | Der Bärwurz ist in den Mittelgebirgen beheimatet und wird dort gerne Speisen und Getränken als verdauungsförderndes Mittel…
  • Natürliches Vorkommen von Tüpfel-Johanniskraut
    © diybook* | Das Tüpfel-Johanniskraut hat einen langen Namen, ist aber wahrlich keine Seltenheit. Es wächst quasi überall und wird gerne…
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Der Kümmel (Carum carvi) wird aufgrund seiner verdauungsfördernden Eigenschaften bei fetten Speisen beigemischt. Die Pflanze ist nur zweijährig und einige Samen sind für die Nachzucht zu ernten und wieder auszusäen.

In unseren Mittelgebirgen ist der Bärwurz (Meum athamanticum) heimisch. Die feinblättrige Pflanze besitzt ein köstliches Aroma, das als Würze oder im Kräuterschnaps die Verdauung anregt.

Das bekannte Rotöl wird aus den Blüten des Tüpfel-Johanniskrautes (Hypericum perforatum) gewonnen. In der Volksmedizin wird es zur Nervenberuhigung eingesetzt. Die Pflanze ist vollkommen unkompliziert und wächst nahezu überall.

  • Blüten des Rotwurzelsalbeis
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    © diybook* | Rotwurzelsalbei hat tatsächlich feuerrote Wurzeln. Diese sind im Normalfall aber nicht sichtbar. Ganz anders das farbenfrohe…
  • Die Allround-Heilpflanze: Sanikel
    © diybook* | Eine Seltenheit unter den Heilpflanzen stellt das Sanikel dar. Es ist allerdings besser unter dem Namen Allwehkraut bekannt.…
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Die Kraft der Kräuter wird auch in Fernost genutzt. In der traditionell chinesischen Medizin (TCM) ist der Rotwurzelsalbei (Salvia miltiorrhiza) als Nervenmittel geschätzt. Seine feuerroten Wurzeln sieht man zwar kaum, aber als Zierpflanze entschädigt die tolle Herbstfärbung der Blätter.

Das Mutterkraut (Tanacetum parthenium) ist in vielen Bauern- und Staudengärten als wüchsige Zierpflanze verbreitet. Weniger bekannt ist die lindernde Wirkung bei Kopfschmerz und Migräne.

Kaum bekannt ist das Sanikel (Sanicula europaea), das langläufig als Allwehkraut bezeichnet wird. Obwohl die Pflanze in Mitteleuropa heimisch ist, wird sie häufig mit der Sterndolde (Astrantia major) verwechselt. Im Handel ist das langsam wachsende Kraut kaum erhältlich.

Die Geschichte der Kulturpflanzen reicht viele tausend Jahre zurück. Dazu zählen auch die Heilpflanzen. Die Wurzeln ihrer Nutzung reichen also kaum weniger weit in die Vergangenheit zurück. Bereits im Altertum schätzten Druiden, Medizinmänner, aber auch Weise, Philosophen und Ärzte die Heilkräfte bestimmter Pflanzen. Einige dieser Gewächse haben ihren Ruf, heilsam zu wirken, bis heute bewahrt. Wir stellen sie vor! Hier sind die 10 wichtigsten Heilkräuter aus dem Garten!
  • Bilderbuchheilpflanze: Wermut
    © diybook* | Schon im Garten macht Wermut durch sein silberfarbenes Laub auf sich aufmerksam. Das bittere Kraut fördert die Verdauung und wird auch als Bestandteil von alkoholischen Zubereitungen genutzt; so etwa im gleichnamigen Wein oder im geheimnisumwobenen Absinth.
  • Gelbe Blüten der Arnika
    © diybook* | Arnika ist ein sehr potentes Heilkraut, das allerdings im Garten schwer zu halten ist. Wichtig sind sonnige, kalkfreie Standorte. Erfolgreich angebaut, kann es zu Salben verarbeitet werden, die bei Zerrungen und Quetschungen lindernd wirken.
  • Beinwell während der Blüte
    © diybook* | Eine heimische Pflanze, die sich vor allem auf feuchten Böden wohlfühlt, ist der Beinwell. Unter den richtigen Verhältnissen kann die Pflanze sehr groß werden und liefert den Wirkstoff für Tinkturen oder Salben, die bei Knochen- oder Gelenkleiden helfen.
  • Gelbe Blütenrispen des Odermennig
    © diybook* | Ähnlich wie der Wermut entwickelt auch der Odermennig Bitterstoffe, die lindernd bei Magendrücken und Verdauungsproblemen wirken. Aufgrund seiner schönen gelben Blüten wird er aber hauptsächlich als Zierpflanze in Bauerngärten geschätzt.
  • Blütendolden des Kümmels
    © diybook* | Zu den heute bekanntesten Heilpflanzen zählt sicherlich der Kümmel. Er wird in der modernen Küche oft als Gewürz eingesetzt, soll zugleich aber auch sehr fettige Speisen besser verdaulich machen. Damit zählt er zugleich auch zu den Küchenkräutern.
  • Bärwurz an natürlichem Standort
    © diybook* | Der Bärwurz ist in den Mittelgebirgen beheimatet und wird dort gerne Speisen und Getränken als verdauungsförderndes Mittel beigegeben. So wird Bärwurz etwa genutzt, um Würze herzustellen oder Kräuterschnaps anzusetzen.
  • Natürliches Vorkommen von Tüpfel-Johanniskraut
    © diybook* | Das Tüpfel-Johanniskraut hat einen langen Namen, ist aber wahrlich keine Seltenheit. Es wächst quasi überall und wird gerne herangezogen, um das allseits bekannte Rotöl herzustellen. Nach dem Volksmund soll dieses sehr gut wirken, um die Nerven zu beruhigen.
  • Blüten des Rotwurzelsalbeis
    © diybook* | Rotwurzelsalbei hat tatsächlich feuerrote Wurzeln. Diese sind im Normalfall aber nicht sichtbar. Ganz anders das farbenfrohe Herbstlaub! Die Pflanze wird vor allem in der traditionellen chinesischen Medizin als Nervenmittel geschätzt.
  • Blühendes Mutterkraut
    © diybook* | Auch heute noch wird die lindernde Wirkung von Heilpflanzen sehr geschätzt, wenn es um das natürliche Wohlbefinden geht. Das Mutterkraut ist dabei ein typischer Vertreter der Heilpflanzen. Zwar wird es heute überwiegend nur noch als Zierpflanze gehalten. Aber es hilft z.B. gegen Kopfschmerzen und Migräne.
  • Die Allround-Heilpflanze: Sanikel
    © diybook* | Eine Seltenheit unter den Heilpflanzen stellt das Sanikel dar. Es ist allerdings besser unter dem Namen Allwehkraut bekannt. Dieser Name ist Programm: Sanikel soll u.a. gegen Entzündungen helfen, Husten lindern und Blutungen stillen.
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