Humus selber machen – auch ohne Kompost

Selbstgemachten Humus anmischen
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Aktualisiert am 30.05.2016
Pflanzen leben nicht nur von Luft, Liebe und Sonne allein! Für ein gesundes Wachstum benötigen sie auch ausreichend Nährstoffe. Böden können jedoch veröden, wenn sie keinen Nachschub an Nährstoffen erhalten. Eine eigene Kompostwirtschaft kann das verhindert und fördert das Bodenleben. Aber auch ohne eigenen Kompost lässt sich der Boden aufwerten – und zwar durch selbstgemachten Düngehumus! Wir erklären, wie sich auf die Schnelle so ein Humus selber machen lässt.

Instant-Humus

  • Boden mit Blumenerde anreichern
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    © diybook* | Schon einfache Blumenerde aus dem Handel lässt sich als Humus verwenden, um den Boden anzureichern. Allerdings ist hier…
  • Blumenerde dient als Humus-Basis
    © diybook* | Die Blumenerde kann aber auch als Grundlage für einen Düngehumus dienen, der wesentlich reicher an Nährstoffen ist. Dazu wird…
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Nicht jeder Boden ist reich an Humus. Diese obere Erdschicht ist es jedoch, die maßgeblich für die Fruchtbarkeit im Boden verantwortlich ist. Humus fördert nicht nur ein aktives Bodenleben. Er speichert auch optimal organische Bestandteile, Nährstoffe und Wasser. Ein hoher Humusgehalt wirkt sich somit positiv auf das Pflanzenwachstum aus.

Speziell leichte oder sandige Böden besitzen nur einen geringen Humusgehalt und sollten daher regelmäßig durch ein Einarbeiten von organischen Bestandteilen verbessert werden. Schon deshalb ist in vielen Gärten ein eigener Kompost, in dem Gartenabfälle zu fruchtbarem Humus zersetzt werden, anzutreffen. Ist kein eigener Kompost vorhanden, empfiehlt sich zur Bodenverbesserung die Herstellung von eigenem Düngehumus. Doch wie lässt sich dieser Instant-Humus selber machen?

Humus selber machen

  • Laub untermischen
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    © diybook* | Um die Erde auf möglichst einfachem Wege mit Nährstoffen anzureichern, ist es bereits hilfreich, etwas altes Laub…
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Die Basis von Düngehumus bildet einfache Blumenerde, die sackweise im Fachhandel oder direkt in Kompostierwerken angeboten wird. Beim Kauf sollte allerdings auf den Salzgehalt geachtet werden. Ein hoher Salzgehalt beeinflusst den Wasserhaushalt der Pflanzen und kann zu Schädigungen führen. Speziell bei Erden aus Kompostieranlagen sollte daher unbedingt eine Bodenanalyse mit dem entsprechenden Salzgehalt verlangt werden.

Auf Bodensäcken sind diese Angaben auf der Rückseite zu finden. In den meisten Fällen reicht es aus, diese Erde auf dem Mutterboden zwischen den Pflanzen auszubringen. Bei Pflanzen mit hohem Humusanspruch empfiehlt sich vorher das Beimischen von Laub. Besonders gut eignet sich Buchenlaub, um Humus selber zu machen. Denn es verrottet langsam und fördert über einen längeren Zeitraum die Humusbildung.

Gezielt Boden verbessern

  • Mit Rohhumus pH-Wert senken
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    © diybook* | Kalkfliehende Pflanzen benötigen einen niedrigeren pH-Wert im Boden. Das kann man berücksichtigen, wenn man Humus selber…
  • Pellets aus Rinderdung bemengen
    © diybook* | Maximieren lässt sich die Wirkung des Düngehumus, wenn gezielt bestimmte Nährstoffreservoire beigemengt werden, wie z.B.…
  • Düngehumus in Eimer füllen
    © diybook* | Um das Ausbringen des selbstgemachten Humus zu erleichtern, sollte er zuvor in Eimer abgefüllt werden. Denn diese lassen sich…
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Kalkfliehende Pflanzen benötigen zum Wachsen saure Verhältnisse, somit einen pH-Wert von 5 und darunter. Ein preiswerter Zusatz für solche Fälle ist Rohhumus, wie er sich unter Nadelbäumen finden lässt. Mit einem Rechen wird die Nadelerde zusammengekratzt und dem Düngehumus beigemischt. Die Nadelerde ist von Hause aus sauer und senkt den pH-Wert des Düngehumus deutlich ab.

Richtiger Düngehumus lässt sich erst aus dem Humus selber machen, wenn zusätzliche Nährstoffe beigemischt werden. Hierzu eignen sich Hornspäne oder pelletierter Rinderdung. Diese organischen  geben im Zuge ihrer Zersetzung Nährstoffe frei, die dann von den Pflanzen aufgenommen werden können. Durch diese individuelle Form der Humusherstellung lässt sich gezielt eine Bodenverbesserung erreichen, die für die jeweilige Pflanze optimal ist.

Düngehumus ausbringen

  • Selbstgemachten Humus im Beet verteilen
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    © diybook* | Der Düngehumus wird in einer 2-3 cm starken Schicht im Beet ausgebracht. Mehr Material ist meist nicht erforderlich, um einen…
  • Humus mit Gartenkralle in Boden arbeiten
    © diybook* | Der Humus wird mit einer Gartenkralle in die obere Bodenschicht eingearbeitet. So wird er gut verteilt und kann auf…
  • Beete mit Düngehumus wässern
    © diybook* | Erst Wasser setzt die wichtigen Nährstoffe frei, spült sie durch den Boden und aktiviert damit das Bodenleben. Deshalb müssen…
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Sind die Bestandteile gut miteinander vermischt, wird der Düngehumus auf den Beeten ausgebracht. Praktisch ist das Umfüllen in Eimer, denn mit ihnen kommt man einfacher ins Beet. Eine dünne Schicht von 2 bis 3 cm ist ausreichend und wird zwischen den Pflanzen ausgebracht.

Mit einer Gartenkralle wird der Humus in die obere Bodenschicht gegrubbert. Damit die Aktivierung des Bodenlebens aber so richtig beginnen kann, ist ausreichend Feuchtigkeit erforderlich. Deshalb wird der Boden noch einmal ordentlich gewässert. Damit lösen sich die ersten Nährstoffe und die Mikroorganismen beginnen zu arbeiten. So einfach lässt sich Humus selber machen!

Pflanzen leben nicht nur von Luft, Liebe und Sonne allein! Für ein gesundes Wachstum benötigen sie auch ausreichend Nährstoffe. Böden können jedoch veröden, wenn sie keinen Nachschub an Nährstoffen erhalten. Eine eigene Kompostwirtschaft kann das verhindert und fördert das Bodenleben. Aber auch ohne eigenen Kompost lässt sich der Boden aufwerten – und zwar durch selbstgemachten Düngehumus! Wir erklären, wie sich auf die Schnelle so ein Humus selber machen lässt.
  • Boden mit Blumenerde anreichern
    © diybook* | Schon einfache Blumenerde aus dem Handel lässt sich als Humus verwenden, um den Boden anzureichern. Allerdings ist hier penibel auf den Salzgehalt zu achten! Dieser sollte bei fehlenden Angaben stets erfragt werden.
  • Blumenerde dient als Humus-Basis
    © diybook* | Die Blumenerde kann aber auch als Grundlage für einen Düngehumus dienen, der wesentlich reicher an Nährstoffen ist. Dazu wird die Erde zunächst in einen Schubkarren gegeben.
  • Laub untermischen
    © diybook* | Um die Erde auf möglichst einfachem Wege mit Nährstoffen anzureichern, ist es bereits hilfreich, etwas altes Laub unterzumischen. Dieses wird langsam im Boden zersetzt und gibt so über einen längeren Zeitraum wertvolle Nährstoffe frei.
  • Mit Rohhumus pH-Wert senken
    © diybook* | Kalkfliehende Pflanzen benötigen einen niedrigeren pH-Wert im Boden. Das kann man berücksichtigen, wenn man Humus selber machen möchte. Die Untermischung von Rohhumus, wie er durch die Zersetzung von Nadellaub entsteht, macht die Erde saurer.
  • Pellets aus Rinderdung bemengen
    © diybook* | Maximieren lässt sich die Wirkung des Düngehumus, wenn gezielt bestimmte Nährstoffreservoire beigemengt werden, wie z.B. Hornspäne oder auch Rinderdung, der in Pellet-Form erhältlich ist. Das organische Material wird nach und nach abgebaut und gibt spezielle Nährstoff-Konzentrationen in den Boden ab. Dieser lässt sich damit auf die Bedürfnisse einer Pflanze abstimmen.
  • Düngehumus in Eimer füllen
    © diybook* | Um das Ausbringen des selbstgemachten Humus zu erleichtern, sollte er zuvor in Eimer abgefüllt werden. Denn diese lassen sich leichter ins Beet transportieren.
  • Selbstgemachten Humus im Beet verteilen
    © diybook* | Der Düngehumus wird in einer 2-3 cm starken Schicht im Beet ausgebracht. Mehr Material ist meist nicht erforderlich, um einen typischen Gartenboden anzureichern.
  • Humus mit Gartenkralle in Boden arbeiten
    © diybook* | Der Humus wird mit einer Gartenkralle in die obere Bodenschicht eingearbeitet. So wird er gut verteilt und kann auf schnellstem Wege seine maximale Wirkung entfalten. Es gehört gar nicht viel dazu, um Humus selber machen zu können.
  • Beete mit Düngehumus wässern
    © diybook* | Erst Wasser setzt die wichtigen Nährstoffe frei, spült sie durch den Boden und aktiviert damit das Bodenleben. Deshalb müssen die bearbeiteten Flächen nach dem Ausbringen des Humus noch einmal gewässert werden.
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