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Terrassenplatten richtig verlegen: Mit Drainmörtel und Klebemörtel
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von Christian am 09.11.2018, in
Garten und Grünanlagen Befestigte Flächen
Aktualisiert am 06.03.2019
Das richtige Verlegen von Terrassenplatten erfordert zwar Umsicht und Vorausplanung, ist aber keine Raketenwissenschaft. Letztlich kommt es vor allem darauf an, die einzelnen Arbeiten sorgfältig auszuführen. Wenn dann noch vernünftiges Material eingesetzt wird, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Den Beweis treten wir im folgenden Artikel an. Denn hier zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Du Terrassenplatten richtig verlegen musst, damit Dir der Frost später keinen Strich durch die Rechnung macht. Los geht's!
Das Projekt: Terrassenplatten verlegen
Muss die Terrasse aufgrund von Frostschäden saniert bzw. gänzlich neu angelegt werden, dann kommt schnell die Frage auf, ob das Verlegen der Terrassenplatten zu seiner Zeit überhaupt korrekt erfolgt ist. Denn Frostschäden lassen sich fast immer auf eine falsche Verlegung, besser gesagt eine schlechte Entwässerung zurückführen. Darum sollte dem Thema Entwässerung vor dem Verlegen neuer Terrassenplatten besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Wie aber sehen die Voraussetzungen aus, damit man Terrassenplatten richtig verlegen kann? Worauf ist zu achten? Und was darf keinesfalls vergessen werden? Keine Sorge, in dieser Anleitung liefern wir Dir die Antworten. So wird am Ende garantiert nichts auffrieren!
Werkzeug und Material
- zur Bildreihe© diybook | Natürlich kommen wir nicht darum herum, einige der Terrassenplatten zuzuschneiden. Dafür brauchen wir vor allem Zollstock,…
- © diybook | Will man von Beginn an die Terrassenplatten richtig verlegen, darf ein Hilfsmittel nicht fehlen: das Maßband. Nicht nur die…
- © diybook | Ebenfalls unverzichtbar für dieses Projekt: Mauersperrband und Randdämmstreifen. Bei der neuen Terrasse wollen wir von Beginn…
- © diybook | Wir wollen bei diesem Projekt keine unnötigen Arbeitsschritte auf uns nehmen. Deshalb greifen wir bei Trassdrainmörtel und…
Bei diesem Projekt lernst Du, wie man mit Hilfe von Trassdrainmörtel und Klebemörtel Terrassenplatten so verlegen kann, dass sie am Ende frostsicher verbaut sind. Der Bedarf an Werkzeug fällt dabei etwas größer aus. Gebraucht werden zunächst einmal Zollstock, Maßband, Maurerschnur und Wasserwaage bzw. Richtscheit. Denn das richtige Einmessen geht bei diesem Projekt über alles. Daneben sollten dann vor allem eine Scheibtruhe (Schubkarre) und eine Maurerkelle griffbereit sein, Hammer und Gummihammer, mehrere Baukübel, ein Rührgerät und ein Winkelschleifer samt Verlängerungskabel. Bei der Nutzung des Winkelschleifers müssen Schutzbrille und Ohrschoner getragen werden. Für den Mörtel sollte bei großen Flächen (ab 10 Tonnen Verbrauch) die Möglichkeit genutzt werden, die Ware im Silo liefern zu lassen. Bei kleineren Projekten kommt der Mörtel als Sackware und wird mit Durchlauf-, Freifall- oder Zwangsmischer vorbereitet.
Die benötigten Materialien geben sich etwas übersichtlicher. Gefragt sind insbesondere Trassdrainmörtel und ein Trass-Klebemörtel. Da wir bei unserem Projekt keinen Raum für Experimente haben, fiel unsere Entscheidung sogleich auf hochwertige Produkte von Profibaustoffe Austria. Ebenfalls nicht fehlen dürfen Randdämmstreifen, Mauersperrband, mehrere Stäbe an Baustahl, und Klebeband.
Verlegemuster bestimmen, Terrasse einmessen
- zur Bildreihe© diybook | Einer der ersten Schritte besteht darin, das Verlegemuster zu bestimmen. Die Entscheidung basiert im besten Fall nicht nur auf…
- © diybook | Um sicherzustellen, dass es nicht zu überflüssigem Verschnitt kommt, werden die Terrassenplatten vorab ausgemessen. Unsere…
- © diybook | Zuletzt werden auch die absoluten Maße der geplanten Terrasse bestimmt. Zunächst die Breite: Sie beträgt exakt 2,98 Meter.
- © diybook | Auch die Länge der Terrassenfläche ist zu bestimmen. Sie beläuft sich bei unserem Projekt auf 12,96 Meter. Mit den ungefähr 13…
Nachdem das Areal für die neue Terrasse bestimmt ist, muss dieses erst einmal ausgemessen werden. Die Fläche in unserem Projekt hat eine Länge von 12,96 Metern und eine Breite von 2,98 Metern, also grob 13 x 3 m oder 39 qm². Damit wäre auch der Bedarf für die Terrassenplatten bestimmt.
Die von uns ausgesuchten Exemplare werden als nächstes ausgemessen. Sie sind 40 x 80 cm groß. Damit wissen wir schon fast, wie viele Platten wir brauchen. Aber noch muss das Verlegemuster bestimmt werden. Wer Geld sparen möchte, entscheidet hier nämlich nicht nur nach Form und Geschmack, sondern auch nach dem anfallenden Verschnitt.
Hilfsschnüre spannen, Gefälle kontrollieren
- zur Bildreihe© diybook | Als Orientierungshilfe schlagen wir an den Eckpunkten der geplanten Terrasse jeweils einen Baustahl in den Boden. Hieran lassen…
- © diybook | Ebenfalls jetzt schon festgelegt wird die Aufbauhöhe der Terrasse.Dabei darf der zur Entwässerung nötige Unterbau natürlich…
- © diybook | Zur klaren Kennzeichnung der Randbereiche werden jetzt noch Maurerschnüre gespannt. Als Ankerpunkte dienen die zuvor mit dem…
- © diybook | Nun ist Gelegenheit, um noch einmal alle Maße zu kontrollieren. Stimmen die Abstände zu den Schnüren? Wurde die Fläche korrekt…
- © diybook | Um die Vorbereitungen abzuschließen, wird noch einmal das Gefälle am Türdurchgang überprüft. Die Terrasse selbst muss am Ende…
Zur besseren Orientierung wird nun an den Eckpunkten der geplanten Terrasse jeweils ein Baustahl in den Boden geschlagen. An den Stäben messen wir vom Boden ausgehend 8 cm ab und markieren die Position mit je einem Streifen Klebeband. Es handelt sich um die Aufbauhöhe unserer Terrasse mit Unterbau und Platten.
Um das Arbeiten noch weiter zu erleichtern, wird nun von Baustahl zu Baustahl eine Maurerschnur aufgespannt. Sie sitzt auf Höhe des Klebebandes und markiert die Konturen der ausgewählten Fläche. Abschließend kontrollieren wir noch von der zukünfigten Terrassentür aus das Gefälle Richtung Garten. Dieses muss 2% betragen.
Klebemörtel und Trassdrainmörtel vorbereiten, Terrassenplatten schneiden
- zur Bildreihe© diybook | Das Abdichten der Terrasse wurde bereits in einer anderen Anleitung besprochen. Um nun die Terrassenplatten verlegen zu können,…
- © diybook | Anschließend wird der Trass-Klebemörtel mit Hilfe eines Rührgerätes mit dem Wasser vermengt. Bei maximal 600 Umdrehungen wird…
- © diybook | Während der Mörtel rastet, widmen wir uns den Terrassenplatten. Nicht immer wird es uns gelingen, ganze Platten zu verlegen. So…
- © diybook | Dann können wir damit beginnen, die Terrassenplatten entsprechend der Markierungen zuzuschneiden. Dazu reicht bereits ein…
- © diybook | Mit dem Winkelschleifer ist die Platte schnell zugeschnitten. Ein Wasserwaage dient als provisorische Schnittführung.
- © diybook | Nun ist es an der Zeit, den Trassdrainmörtel vorzubereiten. Dieser muss stets einheitlich ausfallen, darf nicht zu feucht, aber…
Bevor wir nun die Terrassenplatten verlegen, richten wir noch eine Abdichtung ein. Wie das gemacht wird, beschreiben wir im Detail in der Anleitung Terrasse abdichten. Danach geht es weiter mit der Vorbereitung von Klebemörtel und Trassdrainmörtel. Für den Klebemörtel legen wir ausreichend Wasser in einem Kübel vor. Dann wird das Pulver langsam eingestreut und mit einem Rührstab bei maximal 600 U/min vermischt. Hat die Masse eine steifplastische Konsistenz erreicht, lassen wir den Kleber rasten.
Bei der Vorbereitung des Trassdrainmörtels muss besonders sorgfältig vorgegangen werden. Denn das Material ist heikel: Es darf nicht zu feucht, aber auch nicht zu trocken ausfallen, muss in großen Mengen verfügbar und dabei immer einheitlich sein. Da in unserem Fall noch weitere Projekte, wie z.B. Gartenwege anfielen, konnten wir auf einen Silo mit angeflanschtem Mischer zurückgreifen, was uns die Arbeiten erheblich leichter gemacht hat. Auf Kleinbaustellen steht diese Option nicht zur Verfügung. Hier sind beim Mischen entsprechend Umsicht und genügend helfende Hände gefragt.
Während der Klebemörtel noch rastet, wenden wir uns den Terrassenplatten zu. Nicht immer können wir ganze Platten verlegen, also legen wir den Verschnitt gleich an die Hausfassade. So erhält die Terrasse zum Garten hin ein schöneres Profil. Den Zuschnitt führen wir mit dem Winkelschleifer aus. Zuvor messen wir die benötigte Breite Platte für Platte ein.
Mauersperrband und Randdämmstreifen vorbereiten, Trassdrainmörtel aufbringen
- zur Bildreihe© diybook | Bevor wir den Trassdrainmörtel ausbringen, müssen wir die Hausmauer noch mit Mauersperrband versehen. Das verhindert, dass sich…
- © diybook | Nach und nach wird das Mauersperrband im Sockelbereich der Terrasse an der Fassade angebracht und mit etwas Mörtel gesichert.…
- © diybook | An der Terrassenseite, die von einer kleinen Betonmauer begrenzt wird, ziehen wir einen Randdämmstreifen ein. So können sich…
- © diybook | Wir beginnen damit, den Trassdrainmörtel großflächig auszubringen. Das Mauersperrband wird ebenso wie der Randdämmstreifen von…
- © diybook | Mit der Maurerkelle wird der ausgebrachte Trassdrainmörtel auf die zuvor markierte Höhe gebracht. Dann wird die Oberfläche…
Noch fehlt eine vorbereitende Maßnahme. Denn wenn wir die Terrassenplatten richtig verlegen wollen, müssen wir zuvor die Fassade schützen. Ansonsten verbindet sich der Trassdrainmörtel mit der Wand und könnte hier Teile abreißen, falls sich die Terrasse später einmal absenkt. Um das zu verhindern, legen wir jetzt das Mauersperrband bereit.
In der Kontaktzone zwischen Terrasse und Hausfassade wird das Mauersperrband über die gesamte Länge im Sockelbereich der Wand angebracht. In regelmäßigen Abständen wird etwas Trassdrainmörtel angehäuft, um das Band in Position zu halten. Später wird das Band von der Masse der Mörtelschicht an Ort und Stelle fixiert.
Auf einer Schmalseite grenzt unsere Terrasse an eine Gartenmauer. Hier werden jetzt noch Randdämmstreifen ausgelegt und ebenfall mit einigen Kellen Mörtel gesichert. Die Randdämmstreifen ermöglichen es dem Material der Platten, beim Wechsel der Temperaturen zwischen heiß und kalt zu arbeiten. Danach können wir dann die ersten Scheibtruhen voll Mörtel großflächig ausbringen. Der Mörtel wird mit der Kelle sorgsam verteilt und noch einmal glatt abgezogen.
Terrassenplatten verlegen: Das Versetzen der ersten Platten
- zur Bildreihe© diybook | Nachdem das Mörtelbett eingerichtet ist, wird die Unterseite der ersten Terrassenplatte vollflächig mit dem Trass-Klebemörtel…
- © diybook | Die erste Platte wird an ihre Position gelegt, ausgerichtet und mit dem Gummihammer leicht eingeklopft. Wichtig ist, dass die…
- © diybook | Sogleich folgt die nächste Platte. Auch bei dieser wird auf der Unterseite vollflächig der Trasskleber aufgespachtelt.
- © diybook | Die Platte wird ins Mörtelbett eingelegt, an der vorigen Platte ausgerichtet und sanft festgeklopft. Da diese Schritte bei den…
Jetzt können wir die ersten Terrassenplatten verlegen. Wir setzen an der Hauswand an und legen hier zunächst eine der zugeschnitten Platten aus. Vorher wird die Platte auf ihrer Unterseite mit dem Trass-Klebemörtel bestrichen. Der Mörtel lässt sich am besten mit der Kelle aufspachteln. Die Schicht sollte 2-3 mm stark ausfallen.
Anschließend wird die Platte nass in nass und hohlraumfrei in das vorbereitete Mörtelbett eingelegt. Zur Hauswand bleiben wenige Millimeter Abstand. Mit dem Gummihammer wird die Platte dann sanft eingeklopft. Hierbei muss mit der Wasserwaage kontrolliert werden, ob die Ausrichtung stimmt. Parallel zur Hauswand liegt die Platte waagerecht. In Richtung Garten muss sie aber das Gefälle von 2% andeuten.
In Richtung Garten legen wir nun eine weitere Platte an das erste Exemplar an, diesmal eine vollständige Platte. Die Unterseite wird mit Klebemörtel bestrichen, die Platte ins Mörtelbett gelegt und mit dem Gummihammer festgeklopft. Dabei erfolgt wieder die Kontrolle mit der Wasserwaage.
Hinweis: Bei den ersten Platten ist die genaue Ausrichtung von entscheidender Bedeutung. Denn alle weiteren Platten orientieren sich an diesen. Hier also ausreichend Zeit einplanen und genau arbeiten!
Weitere Hilfsschnüre einrichten
- zur Bildreihe© diybook | Wir wollen sicherstellen, dass auch alle weiteren Platten ordentlich ausgerichtet sind und ziehen mit Hilfsschnüren ein 2 x 4…
- © diybook | Die erste Schnur wird so ausgerichtet, dass sie innerhalb der Fuge zwischen den beiden Platten zu liegen kommt, und zwar direkt…
- © diybook | Die nächste Schnur wird von der Hauswand zur Gartenseite gespannt. Als Befestigungspunkt dient auch hier ein in den Boden…
- © diybook | Das erste Rechteck aus Hilfsschnüren ist eingerichtet. Das richtige Verlegen der Terrassenplatten ist damit sichergestellt.
Damit das Verlegen der Terrassenplatten weiterhin erfolgeich verläuft, spannen wir uns mit den Maurerschnüren eine weitere Hilfe auf. Wir messen von den beiden ersten Platten ausgehend ein Rechteck von 2 x 4 Platten ein und grenzen es mit Schnüren ab. Mit Baustahl richten wir dazu weitere Ankerpunkte am Rand der Terrasse ein.
Außerdem wollen wir mit den Schnüren auch die Fugen zwischen den Platten markieren. Auch hier dienen die beiden schon verlegten Exemplare wieder als Vorgabe. Die Schnüre werden so gezogen, dass sie direkt über der Oberkante der Platten zu liegen kommen. Zum Schluss wird mit dem Maßband noch einmal kontrolliert, ob alle Abstände passen.
Terrassenplatten verlegen
- zur Bildreihe© diybook | Innerhalb der von uns gezogenen Grenzen bringen wir nun erneut Trassdrainmörtel aus. Mit dem Verteilen warten wir aber noch…
- © diybook | Wir können den Mörtel vorerst noch nicht verteilen, da noch eine Kleinigkeit fehlt. Denn auch im nächsten Abschnitt sind an der…
- © diybook | Schließlich ist alles bereit, um den Trassdrainmörtel mit der Kelle flächig auszubringen und zu ebnen. Dann kann es mit den…
- © diybook | Das Verfahren ist inzwischen bekannt und geht leicht von der Hand: Zuerst wird der Trass-Klebemörtel auf die Unterseite der…
- © diybook | Als nächstes wird die Platte ausgelegt, entlang von Fugen und Hilfsschnüren eingerichtet und festgeklopft. Dieser…
- © diybook | Ein erster Abschnitt der Terrasse ist ausgeführt, vier Querreihen an Platten sind angelegt. Nun müssen wir die Hilfsschnüre…
Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Denn nun müssen wir Stück um Stück die einzelnen Terrassenplatten verlegen. Das Verfahren bleibt dabei immer gleich: Trass-Klebemörtel auf die Unterseite vollflächig aufspachteln, Platte ins Mörtelbett legen, festklopfen, Ausrichtung kontrollieren. Die Hilfsschnüre machen letzteren Punkt bedeutend einfacher.
Bei unserem Projekt müssen wir ab und an darauf achten, weitere Längen an Randdämmstreifen entlang der Gartenmauer zu verlegen, bevor wir weiteren Mörtel ausbringen. Ansonsten bleibt auch hier alles gleich: Trassdrainmörtel ausbringen, mit der Kelle verteilen und ebnen. Hierbei immer nur so viel Fläche einrichten, wie in einem Zug abgearbeitet werden kann.
Hilfschnüre versetzen und weitere Reihen Terassenplatten verlegen
- zur Bildreihe© diybook | Die Hilfsschnüre werden nach den gezeigten Prinzipien für den nächsten Abschnitt eingerichtet. Dann folgt die nächste Ladung…
- © diybook | Wir folgen zunächst nicht der Fassade, sondern führen die Querreihen parallel zur Gartenmauer fertig aus. Das Einlegen der…
- © diybook | Ein erster Teil der Terrasse ist geschafft. Der Abschluss einer jeden Reihe fällt uns leicht, da wir hier nur ganze…
Die Arbeiten gehen immer zügiger voran. Denn tatsächlich wiederholen sich die einzelnen Schritte immer wieder. Und so legen wir eine Reihe an Platten nach der nächsten aus. Wir folgen dabei im Verlauf der Ache von der Hauswand zum Garten hin. Schießlich sollen im Gefälle keine Wellen entstehen.
Wurde ein Abschnitt erfolgreich abgeschlossen, werden die Maurerschnüre verlegt, um den nächsten Bereich zu markieren. Genauigkeit ist bei diesem Projekt alles! Deshalb sollte diese Maßnahme nicht einfach ausgelassen werden. Und so geht es Platte für Platte weiter.
Alle 3 Meter eine Dehnfuge erstellen
Wie gesagt füllen wir die Reihen in Richtung des Gefälles auf, also von der Fassade weg in Richtung Garten. Nach 3 Metern ist allerdings laut Angaben des Plattenherstellers ein Zwischenschritt einzulegen, ehe wir die nächste Reihe ansetzen. Denn hier muss zuerst wieder eine Dehnfuge eingerichtet werden.
Dazu schneiden wir ein 3 m langes Stück Randdämmstreifen zu und legen es an die zuletzt verlegte Plattenreihe an. Auch hier erfolgt eine vorläufige Sicherung durch etwa angehäuften Mörtel. Danach setzen wir dann die Arbeiten am nächsten Abschnitt fort. Dank der Dehnfugen wird sich die Terrasse später nicht verziehen.
Weiterer Fortschritt, Abschlussarbeiten, Tipps und Tricks
- zur Bildreihe© diybook | Jetzt wenden wir uns dem nächsten Abschnitt der Terrasse zu. Wieder haben wir mit den Hilfsschnüren einen Bereich von vier…
- © diybook | Dort, wo die Terrassentür ansetzt, ist noch einmal Konzentration gefragt. Denn hier müssen wir die Platten am Rand besonders…
- © diybook | Sind die Reihen vollständig verlegt, wird der Trassdrainmörtel an der zum Garten gewandten Seite mit der Kelle abgestochen und…
- © diybook | Und noch ein Tipp zum Schluss: Die frisch verlegten Terrassenplatten sollten regelmäßig mit dem Gartenschlauch gewässert werden…
Je mehr Übung wir bekommen, desto leichter wird es, die Terrassenplatten richtig zu verlegen. Und so machen wir mit der Arbeit weiter, bis die Terrasse auf gesamter Länge fertiggestellt ist. Eine kleine Schwierigkeit bilden hier nur die Platten direkt an der Terrassentür. Diese müssen so zugeschnitten sein, dass sie sich perfekt in die Schwelle einpassen und diese nicht einfach auslassen. Das kann bei Anfängern schon einige Versuche erforderlich machen.
Davon abgesehen geht es jedoch schnell, und bald ist der Boden der Terrasse vollständig ausgelegt. Auf der Gartenseite stechen wir nun den überstehenden Mörtel mit der Kelle ab und entfernen ihn wieder. So entsteht eine saubere Abschlusskante.
Und noch ein Tipp: Während der Trocknung sollte die Terrasse immer mal wieder mit dem Gartenschlauch genässt werden. Das verhindert, dass Drainmörtel und Klebemörtel zu schnell aushärten, und garantiert somit eine ungeminderte Festigkeit.
Ergebnis
Stolz blicken wir auf unsere neue Terrasse. Einziger Wermutstropfen ist, dass wir noch nicht fertig sind mit der Arbeit. Denn nach dem Verlegen der Terrassenplatten müssen wir diese auch noch ordentlich verfugen.
Diese Aufgabe heben wir uns aber für einen anderen Tag auf. Wie wir diese letzte Herausforderung angegangen sind und welchen Eindruck unsere Terrasse abschließend machte, kannst Du Dir in unserer Anleitung Terrassenplatten verfugen näher ansehen.
Das richtige Verlegen von Terrassenplatten erfordert zwar Umsicht und Vorausplanung, ist aber keine Raketenwissenschaft. Letztlich kommt es vor allem darauf an, die einzelnen Arbeiten sorgfältig auszuführen. Wenn dann noch vernünftiges Material eingesetzt wird, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Den Beweis treten wir im folgenden Artikel an. Denn hier zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Du Terrassenplatten richtig verlegen musst, damit Dir der Frost später keinen Strich durch die Rechnung macht. Los geht's!
- © diybook | Wir wollen bei diesem Projekt neue Terrassenplatten verlegen. Damit aber Frostschutz und Drainage stimmen, muss auch der passende Untergrund geschaffen werden. Scheibtruhe und Maurerkelle sind bei diesen Arbeiten unverzichtbare Werkzeuge.
- © diybook | Natürlich kommen wir nicht darum herum, einige der Terrassenplatten zuzuschneiden. Dafür brauchen wir vor allem Zollstock, Wasserwaage und Winkelschleifer. Auch eine angemessene Schutzausrüstung darf nicht fehlen. Ohrschutz und Sicherheitsbrille sind bei Arbeiten mit dem Winkelschleifer Pflicht!
- © diybook | Will man von Beginn an die Terrassenplatten richtig verlegen, darf ein Hilfsmittel nicht fehlen: das Maßband. Nicht nur die Gesamtfläche der Terrasse ist zu bestimmen. Während der Arbeiten müssen auch immer wieder Abschnitte eingemessen werden. Ohne Maßband geht da nichts!
- © diybook | Ebenfalls unverzichtbar für dieses Projekt: Mauersperrband und Randdämmstreifen. Bei der neuen Terrasse wollen wir von Beginn an alles richtig machen. Speziell die Dämmstreifen sind wichtig, damit sich später nichts verzieht.
- © diybook | Wir wollen bei diesem Projekt keine unnötigen Arbeitsschritte auf uns nehmen. Deshalb greifen wir bei Trassdrainmörtel und Trass-Klebemörtel gleich zu Qualitätsprodukten von Profibaustoffe Austria.
- © diybook | Einer der ersten Schritte besteht darin, das Verlegemuster zu bestimmen. Die Entscheidung basiert im besten Fall nicht nur auf persönlichem Geschmack, sondern auch auf optimaler Materialnutzung.
- © diybook | Um sicherzustellen, dass es nicht zu überflüssigem Verschnitt kommt, werden die Terrassenplatten vorab ausgemessen. Unsere Exemplare belaufen sich auf 40 x 80 cm.
- © diybook | Zuletzt werden auch die absoluten Maße der geplanten Terrasse bestimmt. Zunächst die Breite: Sie beträgt exakt 2,98 Meter.
- © diybook | Auch die Länge der Terrassenfläche ist zu bestimmen. Sie beläuft sich bei unserem Projekt auf 12,96 Meter. Mit den ungefähr 13 x 3 Metern an Fläche haben wir unseren Materialbedarf bestimmt.
- © diybook | Als Orientierungshilfe schlagen wir an den Eckpunkten der geplanten Terrasse jeweils einen Baustahl in den Boden. Hieran lassen sich später auch die Hilfsschnüre befestigen.
- © diybook | Ebenfalls jetzt schon festgelegt wird die Aufbauhöhe der Terrasse.Dabei darf der zur Entwässerung nötige Unterbau natürlich nicht vergessen werden. Die bei uns erforderliche Höhe von 8 cm wird mit Klebeband am Baustahl markiert.
- © diybook | Zur klaren Kennzeichnung der Randbereiche werden jetzt noch Maurerschnüre gespannt. Als Ankerpunkte dienen die zuvor mit dem Klebeband ausgeführten Markierungen an den Baustahl-Streben.
- © diybook | Nun ist Gelegenheit, um noch einmal alle Maße zu kontrollieren. Stimmen die Abstände zu den Schnüren? Wurde die Fläche korrekt eingefasst?
- © diybook | Um die Vorbereitungen abzuschließen, wird noch einmal das Gefälle am Türdurchgang überprüft. Die Terrasse selbst muss am Ende ein Gefälle von 2% aufweisen.
- © diybook | Das Abdichten der Terrasse wurde bereits in einer anderen Anleitung besprochen. Um nun die Terrassenplatten verlegen zu können, wird ein Trass-Klebemörtel angemacht: Wasser gemäß Herstellerangaben vorlegen und den Mörtel langsam einstreuen.
- © diybook | Anschließend wird der Trass-Klebemörtel mit Hilfe eines Rührgerätes mit dem Wasser vermengt. Bei maximal 600 Umdrehungen wird so lange gemischt, bis die Masse eine steifplastische Konsistenz erreicht hat.
- © diybook | Während der Mörtel rastet, widmen wir uns den Terrassenplatten. Nicht immer wird es uns gelingen, ganze Platten zu verlegen. So müssen wir schon bei unserer ersten Platte zunächst die benötigte Breite einmessen und markieren.
- © diybook | Dann können wir damit beginnen, die Terrassenplatten entsprechend der Markierungen zuzuschneiden. Dazu reicht bereits ein kleiner Winkelschleifer. Aber angemessene Schutzausrüstung nicht vergessen: Schutzbrille und ein Gehörschutz sind Pflicht!
- © diybook | Mit dem Winkelschleifer ist die Platte schnell zugeschnitten. Ein Wasserwaage dient als provisorische Schnittführung.
- © diybook | Nun ist es an der Zeit, den Trassdrainmörtel vorzubereiten. Dieser muss stets einheitlich ausfallen, darf nicht zu feucht, aber auch nicht zu trocken sein. Darauf ist beim Mischen zu achten! Ab einem Materialverbrauch von 10 Tonnen lässt sich die Arbeit durch einen Silo mit angeflanschtem Mischer verkürzen.
- © diybook | Bevor wir den Trassdrainmörtel ausbringen, müssen wir die Hausmauer noch mit Mauersperrband versehen. Das verhindert, dass sich der Mörtel mit der Fassade verbindet.
- © diybook | Nach und nach wird das Mauersperrband im Sockelbereich der Terrasse an der Fassade angebracht und mit etwas Mörtel gesichert. Sollte sich die Terrasse später einmal absenken, wird sie dabei jedenfalls nicht Teile der Hauswand abreißen.
- © diybook | An der Terrassenseite, die von einer kleinen Betonmauer begrenzt wird, ziehen wir einen Randdämmstreifen ein. So können sich die Platten im Sommer ausreichend ausdehnen. Die Befestigung erfolgt auch hier mit etwas Mörtel.
- © diybook | Wir beginnen damit, den Trassdrainmörtel großflächig auszubringen. Das Mauersperrband wird ebenso wie der Randdämmstreifen von dem Mörtel dauerhaft in Position gehalten.
- © diybook | Mit der Maurerkelle wird der ausgebrachte Trassdrainmörtel auf die zuvor markierte Höhe gebracht. Dann wird die Oberfläche einmal glatt abgezogen.
- © diybook | Nachdem das Mörtelbett eingerichtet ist, wird die Unterseite der ersten Terrassenplatte vollflächig mit dem Trass-Klebemörtel bestrichen. Dann können wir endlich damit anfangen, die Terrassenplatten zu verlegen.
- © diybook | Die erste Platte wird an ihre Position gelegt, ausgerichtet und mit dem Gummihammer leicht eingeklopft. Wichtig ist, dass die Terrassenplatten immer nass in nass eingesetzt werden.
- © diybook | Sogleich folgt die nächste Platte. Auch bei dieser wird auf der Unterseite vollflächig der Trasskleber aufgespachtelt.
- © diybook | Die Platte wird ins Mörtelbett eingelegt, an der vorigen Platte ausgerichtet und sanft festgeklopft. Da diese Schritte bei den ersten Platten besonders wichtig sind, nehmen wir uns hierfür die nötige Zeit.
- © diybook | Wir wollen sicherstellen, dass auch alle weiteren Platten ordentlich ausgerichtet sind und ziehen mit Hilfsschnüren ein 2 x 4 Platten großes Rechteck auf. Als Orientierung dienen dabei die beiden schon verlegten Platten.
- © diybook | Die erste Schnur wird so ausgerichtet, dass sie innerhalb der Fuge zwischen den beiden Platten zu liegen kommt, und zwar direkt oberhalb der Oberkante. Damit hat sie einen Abstand von 5-6 cm zur Hausmauer.
- © diybook | Die nächste Schnur wird von der Hauswand zur Gartenseite gespannt. Als Befestigungspunkt dient auch hier ein in den Boden geschlagener Baustahl.
- © diybook | Das erste Rechteck aus Hilfsschnüren ist eingerichtet. Das richtige Verlegen der Terrassenplatten ist damit sichergestellt.
- © diybook | Innerhalb der von uns gezogenen Grenzen bringen wir nun erneut Trassdrainmörtel aus. Mit dem Verteilen warten wir aber noch etwas.
- © diybook | Wir können den Mörtel vorerst noch nicht verteilen, da noch eine Kleinigkeit fehlt. Denn auch im nächsten Abschnitt sind an der Gartenmauer wieder Randdämmstreifen anzubringen.
- © diybook | Schließlich ist alles bereit, um den Trassdrainmörtel mit der Kelle flächig auszubringen und zu ebnen. Dann kann es mit den nächsten Terrassenplatten weitergehen.
- © diybook | Das Verfahren ist inzwischen bekannt und geht leicht von der Hand: Zuerst wird der Trass-Klebemörtel auf die Unterseite der Platte gespachtelt.
- © diybook | Als nächstes wird die Platte ausgelegt, entlang von Fugen und Hilfsschnüren eingerichtet und festgeklopft. Dieser Arbeitsschritt wiederholt sich jetzt zügig für die folgenden Platten.
- © diybook | Ein erster Abschnitt der Terrasse ist ausgeführt, vier Querreihen an Platten sind angelegt. Nun müssen wir die Hilfsschnüre versetzen.
- © diybook | Die Hilfsschnüre werden nach den gezeigten Prinzipien für den nächsten Abschnitt eingerichtet. Dann folgt die nächste Ladung Trassdrainmörtel.
- © diybook | Wir folgen zunächst nicht der Fassade, sondern führen die Querreihen parallel zur Gartenmauer fertig aus. Das Einlegen der Platten ist mittlerweile kein Problem mehr.
- © diybook | Ein erster Teil der Terrasse ist geschafft. Der Abschluss einer jeden Reihe fällt uns leicht, da wir hier nur ganze Terrassenplatten verlegen brauchen. Den Verschnitt hatten wir ja an die Hauswand verlegt.
- © diybook | Bevor wir uns dem nächsten Abschnitt der Terrasse zuwenden, bereiten wir weitere Dämmstreifen vor. Denn nach rund 3 Meter (hier vier Plattenreihen) müssen wir eine Dehnfuge einrichten. Der notwendige Fugenabstand richtet sich aber immer nach den Angaben des Plattenherstellers.
- © diybook | Nachdem der erste Bereich der Terrasse fertiggestellt ist, richten wir mit den vorbereiteten Randdämmstreifen eine Dehnfuge zum nächsten Rechteck ein. Der Trassdrainmörtel sorgt auch hier für den richtigen Halt.
- © diybook | Jetzt wenden wir uns dem nächsten Abschnitt der Terrasse zu. Wieder haben wir mit den Hilfsschnüren einen Bereich von vier Querreihen markiert, den wir daraufhin abarbeiten.
- © diybook | Dort, wo die Terrassentür ansetzt, ist noch einmal Konzentration gefragt. Denn hier müssen wir die Platten am Rand besonders genau zuschneiden.
- © diybook | Sind die Reihen vollständig verlegt, wird der Trassdrainmörtel an der zum Garten gewandten Seite mit der Kelle abgestochen und entfernt.
- © diybook | Das sieht doch schon einmal gut aus! Die Terrassenplatten sind fertig verlegt. Zwar fehlen noch die Fugen, aber das zeigen wir im nächsten Teil dieses Projekts!
- © diybook | Und noch ein Tipp zum Schluss: Die frisch verlegten Terrassenplatten sollten regelmäßig mit dem Gartenschlauch gewässert werden. Das beugt einer zu schnellen Austrocknung von Klebemörtel und Drainmörtel vor und garantiert somit mehr Festigkeit.
Wem das Fliesenlegen in Bad und Küche zu einfach geworden ist, auf den warten vor der Tür ganz neue Herausforderungen. Denn auch die Terrasse wil schön hergerichtet sein. Klar, dass es neben Holzdielen und Pflastersteinen vor allem Platten aus Beton, Naturstein oder Feinsteinzeug sind, die hier als Bodenbelag großen Anklang finden. Doch wie lassen sich solche Terrassenplatten verlegen?
Um zu demonstrieren, dass es sich bei diesem Vorhaben keineswegs um Hexerei handelt, machen wir in dieser Video-Anleitung einmal Schritt für Schritt vor, wie Du Terrassenplatten verlegen musst. Das schließt auch das Abdichten und die Arbeit mit Drainagebeton ein. So lernst Du in kürzester Zeit, dir selbst zu helfen. Doch eines solltest Du gleich beachten: Beim Material darf es nicht irgendwas sein. Also schau gleich rein!
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Kommentare
Hi und danke für die sehr ausführliche Darstellung.
Nach dem Verlegen, ab wann ist die Fläche denn betrehtbar fürs Verfugen
und ab wann nutzbar/belastbar ???
Gruß
Hallo,
normalerweise wird in solchen Fällen am nächsten Tag bereits verfugt. Dann eine Tag später kann die Terrasse leicht belastet werden. Eine volle Belastung ist je nach Kleber / Wetter und anderen Faktoren nach 5-7 Tagen möglich.
Viele Grüße
Kann man den trass klebemörtel auch auf abgebundenem estrich benutzen.
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