Basiswissen mit Schaltplan: Wechselschaltung

Schaltplan Wechselschaltung
4.8
Aktualisiert am 25.09.2015
Eine Wechselschaltung funktioniert prinzipiell recht einfach und besteht aus nur wenigen Elementen. Damit trotzdem keine Fragen aufkommen, soll dieser Artikel Klarheit schaffen. Zur besseren Übersicht hilft ein Schaltplan, die Wechselschaltung zu erläutern.

Der Schaltplan für eine Wechselschaltung

  • Schaltplan Wechselschaltung
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    © diybook | Schaltplan einer Wechselschaltung: Die Funktion der Wechselschaltung im Schaltplan ist auf ein Mindestmaß reduziert. Die Leiter…
  • Wechselschaltung - EIN
    © diybook | Beispiel 1: Wird der Schalter eins gedrückt, wechselt der Kontakt des ersten Schalters auf den zweiten korrespondierenden…
  • Wechselschaltung - AUS
    © diybook | Beispiel 2: Wird nun der Schalter zwei gedrückt, wechselt der Kontakt dieses Schalters vom zweiten Korrespondierenden auf den…
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Das Prinzip einer Wechselschaltung ist anfangs am einfachsten zu erklären durch einen Schaltplan, der die Wechselschaltung und alle übrigen Komponenten auf eine symbolische Darstellung reduziert und so Übersicht schafft. In unserem Beispiel findet sich die Stromquelle, z.B. ein Schaltkasten, links oben dargestellt. Von hier aus laufen der hellblaue Neutralleiter (N) und die gelb-grüne Erdung (PE) direkt zum Verbraucher, der Lampe, in der rechten oberen Ecke. In der unteren Hälfte findet sich auf dem Schaltplan die Wechselschaltung mit den beiden Schaltern. Diese sind durch zwei liliafarbene Leiter, die sogenannten korrespondierenden Drähte, miteinander verbunden.

Wie bei einem einfachen Ein-/ Aus-Schalter steht auch hier der Lichtschalter zwischen dem Außenleiter (L) und dem Verbraucher, so dass der Stromkreislauf bei Bedarf unterbrochen oder geschlossen werden kann. Allerdings hat der Schalter hier noch einen, durch korrespondierende Drähte verbundenen, Zwilling. Der Strom der Quelle (L) kommt daher nur am ersten Schalter an, fließt dann durch einen der beiden korrespondierenden Drähte zum zweiten Schalter und von dort weiter zur Lampe. Der Wechselschalter im Schaltplan verdeutlicht diesen Aufbau.

Das Prinzip der Korrespondierenden

  • Kontakte am Wechselschalter: Farben
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    © diybook | Ein Wechselschalter verfügt über drei Kontakte, die farblich unterschiedlich markiert sein können. Hier sind es zwei weiße…
  • Kontakte am Wechselschalter: Symbole
    © diybook | Die Kontakte am Wechselschalter können auch durch Symbole gekennzeichnet sein. Im Sinne von eingehend und ausgehend zeigt ein…
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Die Wechselschaltung im Schaltplan veranschaulicht die Funktion der korrespondierenden Drähte. Sie leiten den Strom vom einen Schalter, der vom Außenleiter (L) bedient wird, hin zum anderen Schalter, der wiederum den Verbraucher bedient. Dabei ist aber immer nur einer der beiden Leiter aktiv. Entscheidend ist hierbei ganz einfach das Schalterprinzip: Die Schalter sind entweder auf den einen oder den anderen Draht gerichtet. Sind beide Schalter auf denselben der beiden korrespondierenden Drähte gerichtet, leuchtet das Licht. Sind sie es dagegen nicht, kann auch kein Strom fließen. Bei zwei Drähten und zwei Schaltern sind insgesamt vier unterschiedliche Schalterstellungen möglich. Davon sind aber nur zwei aktiv, zwei sind es nicht. Das erklärt, warum das Licht zu jeder Zeit von einem beliebigen der beiden Schalter ein-, aber auch wieder ausschaltet werden kann.

Wechselschaltung anschließen

  • Wechselschaltung Buchse 1 mit Drähten
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    © diybook | An der Buchse für einen der beiden Wechselschalter begegnen die beiden lilafarbenen Enden der korrespondierenden Drähte sowie…
  • Wechselschaltung Buchse 2 mit Drähten
    © diybook | Am anderen Wechselschalter zeigt sich ein ähnliches Bild. Nur ragt hier neben den beiden lilafarbenen Drähten statt des…
  • Verdrahtung der Wechselschaltung
    © diybook | Nur einer der beiden Wechselschalter leitet den Strom direkt an die Deckenlampe weiter. Daher bilden die beiden korrespondieren…
  • Leitungsführung in der Praxis
    © diybook | Dieses Schema zeigt die Wechselschaltung in der Praxis. Die ungeschaltete Phase kommt am ersten Schalter an. Dieser Schalter…
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Will man eine Wechselschaltung gemäß Schaltplan anschließen, muss nach dem Verlegen der Leiter nur die richtige Verdrahtung sichergestellt werden. Der schwarze Außenleiter (L), der den Strom heranführt, wird an den entsprechenden Kontakt einer der beiden Schalterdosen gesteckt. Dieser Kontakt ist entweder farblich (rot bzw. schwarz) oder symbolisch (durch einen nach innen weisenden Pfeil oder ein "L") markiert. Die andere Schalterdose ist dagegen an entsprechendem Kontakt mit der geschaltenen Phase verbunden, die den Strom zum Verbraucher trägt. Die Verbindung zwischen den Schalterdosen wird über die restlichen Kontakte erzeugt. Sie sind weiß markiert oder mit nach außen weisenden Pfeilen. In diese Kontakte werden die Enden der korrespondierenden Drähte gesteckt. Bei Zweifeln hilft noch einmal ein Blick auf den Schaltplan, die Wechselschaltung besser zu verstehen.

Eine Wechselschaltung funktioniert prinzipiell recht einfach und besteht aus nur wenigen Elementen. Damit trotzdem keine Fragen aufkommen, soll dieser Artikel Klarheit schaffen. Zur besseren Übersicht hilft ein Schaltplan, die Wechselschaltung zu erläutern.
  • Schaltplan Wechselschaltung
    © diybook | Schaltplan einer Wechselschaltung: Die Funktion der Wechselschaltung im Schaltplan ist auf ein Mindestmaß reduziert. Die Leiter kommen in den genormten Farben daher: Außenleiter (schwarz), Neutralleiter (hellblau) und Erdung (grün-gelb). Die geschalteten Leiter können dagegen farblich abweichen. Hier sind die Korrespondierenen lila, der sog. Lampendraht weiß. Der Stromkreis ist geschlossen, wenn beide Schalter (unten) denselben der korrespondierenden Drähte bedienen. Das Licht würde dann leuchten. Schalter und Korrespondierende ermöglichen insgesamt vier Schaltpositionen. Die Wechselschaltung im Schaltplan erklärt also, warum das Licht zu jeder Zeit durch einen beliebigen der beiden Schalter ein und wieder ausgeschaltet werden kann.
  • Wechselschaltung - EIN
    © diybook | Beispiel 1: Wird der Schalter eins gedrückt, wechselt der Kontakt des ersten Schalters auf den zweiten korrespondierenden Leiter. Der Strom kann nun ungehindert von der ungeschalteten Phase durch den Schalter eins zum zweiten Schalter weiter zum Verbraucher fließen. Die Lampe leuchtet!
  • Wechselschaltung - AUS
    © diybook | Beispiel 2: Wird nun der Schalter zwei gedrückt, wechselt der Kontakt dieses Schalters vom zweiten Korrespondierenden auf den ersten Leiter. Der Stromkreis wird unterbrochen und die Lampe geht aus.
  • Kontakte am Wechselschalter: Farben
    © diybook | Ein Wechselschalter verfügt über drei Kontakte, die farblich unterschiedlich markiert sein können. Hier sind es zwei weiße Kontakte für die Korrespondierenden sowie ein roter Kontakt für die jeweilige Phase. Die beiden Wechselschalter sind also über die weißen Kontakte miteinander vernetzt.
  • Kontakte am Wechselschalter: Symbole
    © diybook | Die Kontakte am Wechselschalter können auch durch Symbole gekennzeichnet sein. Im Sinne von eingehend und ausgehend zeigt ein Pfeil zur Buchsenmitte den Eingang der Phase (L) an. Die Pfeile, die zum Rand weisen, markieren dagegen die Kontakte der Korrespondierenden. Einer der Schalter ist mit dem Außenleiter verbunden, der andere mit dem Verbraucher. Vergleiche auch die Darstellung der Wechselschaltung im Schaltplan.
  • Wechselschaltung Buchse 1 mit Drähten
    © diybook | An der Buchse für einen der beiden Wechselschalter begegnen die beiden lilafarbenen Enden der korrespondierenden Drähte sowie das schwarze Ende des Außenleiters. Der Außenleiter (L) ist hier am Kopf zusätzlich isoliert. Um die Wechselschaltung zu installieren, werden die Drähte an die passenden Kontakte des Schalters gelegt.
  • Wechselschaltung Buchse 2 mit Drähten
    © diybook | Am anderen Wechselschalter zeigt sich ein ähnliches Bild. Nur ragt hier neben den beiden lilafarbenen Drähten statt des schwarzen ein weißer Draht heraus. Es handelt sich um die geschaltete Phase, die den Strom zum Verbraucher weiterleitet.
  • Verdrahtung der Wechselschaltung
    © diybook | Nur einer der beiden Wechselschalter leitet den Strom direkt an die Deckenlampe weiter. Daher bilden die beiden korrespondieren Drähte zwischen den Schaltern das Herzstück der Installation. Ohne sie könnte der Strom nicht vom einen zum anderen Schalter gelangen. Da es zwei Leiter sind, muss die Unterbrechung des Stromkreislaufs nicht am selben Schalter erfolgen wie die Schließung. Denn es wird immer nur einer der Drähte bedient.
  • Leitungsführung in der Praxis
    © diybook | Dieses Schema zeigt die Wechselschaltung in der Praxis. Die ungeschaltete Phase kommt am ersten Schalter an. Dieser Schalter ist mit dem zweiten Schalter über die korrespondierenden Drähte miteinander verbunden, der wiederum den Strom zum Verbraucher weiterleitet. Zwischen den Schaltern werden also immer zwei korrespondierende Drähte benötigt.
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