Frottier besticken. - So geht’s richtig

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Aktualisiert am 24.02.2022
Stickereien veredeln bestimmte Textilien. Designer sticken daher ihre Logos statt sie nur aufzudrucken. Haushaltswaren wie Handtücher, Waschlappen oder Bettwäsche können durch das Aufbringen von gestickten Namenszügen zu sehr individuellen Geschenken werden, vor allem, wenn der Schenkende sie selbst bestickt. Frottierwaren lassen sich besonders schwer besticken, daher hier ein paar Tipps dazu.

Frottier – was macht das Sticken so schwierig?

Je weicher ein Handtuch ist, desto hochfloriger ist der Stoff. Lassen sich glatte Baumwollstoffe oder leicht frottierte Textilien noch ganz gut besticken, stellen die besonders hochflorigen Textilien eine richtige Herausforderung dar. Das Ergebnis soll schließlich gleichmäßig wirken, gut zu sehen sein und die Funktionalität der Handtücher nicht entgegenwirken.

Idealerweise wird mit einer Stickmaschine gestickt. Diese sorgt für einen sehr gleichmäßigen Stich, was das individuelle Geschenk professionell aussehen lässt. Damit der Untergrund eine gleichmäßige Struktur bekommt, sollte Vlies oder Folie auf die zu bestickende Stelle gelegt werden. Reste hiervon lösen sich entweder nach dem Waschen von selbst auf oder lassen sich vorsichtig mit einer kleinen Schere und einer Pinzette entfernen.

Moderne Stickmaschinen mit tollen Mustern

Hersteller von Stickmaschinen für den Hausgebrauch setzen auf die Kreativität der DIY Fans. Designs werden als Dateien geliefert und oft bieten Hersteller auch Programme an, in denen eigene Vorlagen zu Stickmustern umgewandelt werden können. Damit können Räume in der Wohnung neu gestaltet werden, in dem alle Textilien vom Sofakissen bis zum Vorhang mit denselben Mustern bestickt werden.

Diverse Muster und Schriftarten sind meist vorinstalliert, so dass gerade das Personalisieren von Textilien recht unproblematisch möglich ist und kein weiteres Zubehör benötigt.

Wer von Hand stickt, findet Schablonen im Handel, kann sich aber auch selbst welche anfertigen, indem er Schriftzüge ausdruckt. Je nachdem wie hier vorgegangen wird, muss daran gedacht werden, die Schrift zu spiegeln. Zum Sticken nur entsprechend ausgewiesene Nadeln verwenden, damit die Fasern des Frottiers nicht zerstört werden.

Hersteller – die Top 3

Die namhaftesten Hersteller sind Brother, Pfaff und Bernina. Brother ist vielen auch als Hersteller von Druckern und anderen Geräten bekannt, die mit Computern zu tun haben. Bernina gilt als Favorit unter den Näh- und Stickmaschinenproduzenten. Wer hier kauft, muss tief in die Tasche greifen, wird aber mit einem sehr guten Service und einer langen Nutzungsdauer belohnt.

Programme für den Entwurf von Stickdateien gibt es hingegen viele. Markengebundene Software erlaubt meist nur das Erstellen von Designs für die eigenen Modelle.

Das Garn – Qualität zahlt sich aus

Egal ob von Hand oder mit Maschine bestickt, beim Garn sollten hohe Ansprüche geltend gemacht werden. Gerade Frottierwaren werden oft heiß gewaschen. Verfärbungen um die Stickerei sind daher unerwünscht und könnten im schlimmsten Fall sogar noch andere Wäsche verderben.

Neben der Farbechtheit sollte auf eine gewisse Reißfestigkeit geachtet werden. Geht der Faden schnell kaputt, können schöne Stickereien sich auflösen. Die Faser sollte zudem möglichst heiß gewaschen werden können und auch UV Lichtbeständig sein.

Fazit: Frottier lässt sich am besten mit einer Stickmaschine besticken. Das Garn sollte eine gute Qualität haben. Übrigens berechnen die meisten Programme für Stickdateien oder die Maschinen den Farbton für ein gutes Farbergebnis. Dabei werden die Farbpaletten der bekanntesten Hersteller wie Madeira, Gütermann oder Soledi berücksichtigt.

 

Bildquellen:
© congerdesign - pixabay.com

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