Vernünftig abdichten – aber immer wohngesund!

Wenn es in den eigenen vier Wänden zieht, ist das nicht nur ungemütlich, sondern kann auch teuer werden. Lecks in der Fassade erhöhen die Heizkosten und senken das Wohlbefinden. Beim Dämmen lohnt sich der Blick aufs Detail. Kritisch ist der Übergang von der Wand zum Fenster. Dichtbänder und -stoffe rentieren sich. Ein Einfamilienhaushalt mit 150 Quadratmetern kann durch das Abdichten zugiger Fenster 85 Euro pro Jahr sparen. Dies ermittelte die Beratungsgesellschaft co2online.

Erste Maßnahmen

Ausfindig machen lassen sich die undichten Stellen am besten durch den „Blower-Door-Test“. Dabei erzeugt ein Energieberater mit einem Spezialgerät Über- oder Unterdruck und ermittelt so die Lecks. Je nach Material lassen sie sich mit „spritzbaren“ Dichtungen (etwa Silikon) „stopfen“. Weitere „Lückenfüller“ sind Leisten, Bänder, Folien und Profile in diversen Formen und Größen – zum Beispiel aus dem gummiartigen Kunststoff TPE (Thermoplastisches Elastomer). Dabei gilt laut Energieeinsparverordnung: „Innen dichter als außen“. Sonst kondensiert die feuchtwarme Raumluft an den kälteren Oberflächen und es entstehen Bauschäden wie Schimmel. In der mittleren Ebene folgt eine Wärme- und Schalldämmung. Die äußere Schicht sollte gegen Wind und Regen schützen sowie diffusionsoffen sein – das heißt, eventuell eindringende Feuchte abführen.

Wohngesund oder nicht?

Wichtig ist, dass sich Fenster und Türen in die übrige Dämmung einfügen. Bei dick eingepackten Häusern ist richtiges Lüften durch Anlagentechnik oder Fensteröffnen notwendig. Alle verbauten Produkte und Materialien sollten zudem wohngesund sein. Denn Schadstoffe entschwinden nicht einfach durch geöffnete Fenster. Weltweit strengste Emissionsgrenzwerte erfüllen Produkte mit EMICODE EC1-Siegel auf den Verpackungen. Zertifiziert werden diese durch die Institution GEV. Hierzu zählen Abdichtungsmaterialien für Fenster und Fassaden, Dämmplatten und zahlreiche andere Bau- und Verlegewerkstoffe. Die Produkte durchlaufen ein Prüfkammer-Verfahren in unabhängigen Laboren. Damit die Grenzwerte langfristig eingehalten werden, folgen regelmäßige Stichprobenkontrollen von unabhängigen Experten und Prüfinstituten – ein entscheidender Vorteil des EMICODE gegenüber anderen Zertifizierungen für Gesundheits- und Umweltverträglichkeit.

Fazit: Eine professionelle Abdichtung mit EMICODE-zertifizierten Produkten lohnt sich. Bewohner heizen nicht länger buchstäblich zum Fenster hinaus, halten Staub, Lärm und Zugluft draußen, vermeiden Schimmel und leben gesund. Darüber hinaus wird die Umwelt entlastet.

 

Bildquelle: GEV

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